Blog von Onlinekonto.de

Aktuelle News, Berichte und Hintergrundinformationen

Unser Onlinekonto-Blog berichtet nicht nur über Neuerungen am Produkt. Wir beleuchten die aktuellsten Themen rund um Onlinekonten, Prepaid MasterCards und Co. Dabei bleiben lohnt sich!

Service rund um die Uhr

Sie haben Fragen?
Wir helfen Ihnen gerne weiter.
Hotline
22.06.2015

Der Schufa-Eintrag als Diskriminierung im Job

Dass Menschen, die einen negativen Schufa-Eintrag haben, regelmäßig diskriminiert werden, ist nichts Neues. Dass man wegen eines negativen Eintrags für die Bewerbung für diverse Jobs ausgeschlossen ist, überrascht aber doch. Besonders seltsam ist das dann, wenn eine Schuldenvergangenheit möglicherweise für den Job zuträglich sein könnte. Wer auf ein Online-Konto ohne Schufa setzt, weil es in der Vergangenheit Komplikationen mit Krediten gab oder die Schufa schlichtweg falsche Datensätze verwendet, könnte bei der nächsten Bewerbung Probleme bekommen. Zwar spielt die Bonität auch heute noch bei den meisten Jobs keine Rolle, doch es gibt auch Ausnahmen. Das sieht man an einer aktuellen Ausschreibung der Stadt Detmold, die neue Streitschlichter sucht. Bewerber dürfen weder einen negativen Antrag im polizeilichen Führungszeugnis noch in der Schufa-Auskunft haben. Doch warum Letzteres? Bezweifelt die Stadt, dass eine Person mit einer Schuldenvergangenheit eine schlechtere Arbeit als jemand anderes abliefert? Besonders seltsam ist die Situation auch deswegen, weil im Falle eines Streitschlichters keine finanzielle Autonomie existiert – der Mitarbeiter als keine Budgethoheit hat.

Schuldenvergangenheit kann für Streitschlichter positiv sein

paper workWie es zu der bedenklichen Regelung kommt, erscheint für viele Menschen zu Recht fraglich. Viele Inhaber eines Onlinekontos ohne Schufa sind in ihrem Leben bereits durch dick und dünn gegangen. Sie haben Konflikte mit Gläubigern ausgefochten, mit dem Vermieter verhandelt und nicht zuletzt auch oft Probleme innerhalb der Familie gehabt. Doch all diese wertvollen Erfahrungen scheint die Stadt Detmold nicht zu wünschen. Dabei erscheint ein Bürger mit einem Online Konto wie eine Idealbesetzung für die Stelle, denn wer könnte einen Streit besser schlichten als jemand, der sich mit allen Problemen im Leben eines Menschen auskennt?

Diskriminierung bei ehrenamtlichen Personen

Dass viele Inhaber eines Onlinekontos ohne Schufa diskriminiert werden, überrascht noch mehr, wenn man darauf blickt, dass die ausgeschriebenen Stellen ehrenamtlich sind. Allen Menschen mit einer schwierigen finanziellen Vergangenheit wird somit sogar die Möglichkeit verwehrt, sich unentgeltlich an der Gesellschaft zu beteiligen und somit ein besseres Leben zu ermöglichen. Dabei sind Streitschlichter so viel wichtiger als viele Menschen auf den ersten Blick denken mögen. Allein in Detmold bearbeiten die Streitschlichter mehr als 15 Fälle pro Jahr. In mehr als der Hälfte kann eine außergerichtliche Lösung gefunden werden. Das spart nicht nur Kosten, sondern in vielen Fällen auch Nerven. Streitschlichter können eine ideale Lösung sein, um festgefahrene Konflikte zu lösen – egal ob es um Bäume, das Grillen oder Finanzdinge geht. Gerade bei Letzteren wären Menschen mit einem Online Konto ideal geeignet – diskriminiert werden sie dennoch.

Schufa-Score kann bei einigen Jobs problematisch sein

Ein negativer Schufa-Eintrag ist aber nicht nur beim Ehrenamt problematisch, auch bei vielen anderen Stellenbeschreibungen werden Menschen mit einer negativen Bonität ausgeschlossen. Das gilt besonders dann, wenn ein Arbeitnehmer mit Budgethoheit ausgestattet werden soll. In diesen Fällen ist eine Ablehnung von Menschen mit einem Onlinekonto ohne Schufa zwar immer noch eine Frechheit, in gewisser Weise aber zumindest noch verständlich. Dass ein Ausschluss aber auch bei Jobs stattfindet, die überhaupt nicht mit Finanzdingen zu tun haben, erscheint mehr als nur problematisch. Hier stellt sich sogar die Frage, ob diese Einschränkung überhaupt rechtens ist. Sogar verfassungswidrig könnten die zweifelshaften Regelungen sein. Wer sich bei der Jobsuche wegen schlechter Bonität diskriminiert fühlt, sollte das Gespräch mit einem Rechtsanwalt suchen.

Weitere News lesen Sie unter Kreditkartennews