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13.01.2015

Die größte Insolvenz in der Geschichte Österreichs

Die Zahl der Privatinsolvenzen ist in Österreich im letzten Jahr klar zurückgegangen. Das heißt allerdings noch lange nicht, dass es nicht dennoch spektakuläre Fälle gegeben hat. Der frühere Vorstandsvorsitzende und spätere Aufsichtsratsvorsitzende der Hypo Alpe Adria Bank Wolfgang Kulterer hat Schulden in Höhe von 603 Millionen Euro – die größte Insolvenz in der Geschichte von Österreich.

© Anatoliy Babiychuk | Dreamstime Stock Photos

603 Millionen Euro Schulden. So eine Schuldensumme kann eine Privatperson eigentlich kaum ansammeln. Wolfgang Kulterer muss sich dennoch mit eben jener herumschlagen. Die größte Privatinsolvenz in Österreich schlägt große Wellen – auch bis nach Deutschland. Hier kann jeder mit einem Onlinekonto auch in Zeiten einer Privatinsolvenz liquide bleiben, die Schulden sollten dafür aber zumindest in einem gewissen Maße begrenzt sein. Bei Kulterer ist das anders, der frühere Vorstandsvorsitze der österreichischen Pleitebank Hypo Alpe Adria steht mit 603 Millionen Euro in der Kreide. Allein die Rekordsumme von 590 Millionen Euro fordert sein ehemaliger Arbeitgeber, die Hypo Alpe Adria, beziehungsweise deren Nachfolgeorganisation. Passiva von nur 8,8 Millionen Euro Die Formulierung „nur“ mag sich an dieser Stelle seltsam anhören, doch im Vergleich zur möglichen Insolvenzsumme sind die 8,8 Millionen Euro, die gerichtlich im Juli 2014 als Passiva festgestellt wurden, eine enorm geringe Summe. Das Problem: Die Haftungsschuld, die noch auf Kulterer zukommt, summiert sich auf über 590 Millionen Euro. Da kann nicht einmal mehr die finanzielle Eigenständigkeit, die ein Online-Konto verschafft, helfen. Wer Schulden von über 600 Millionen Euro in die Privatinsolvenz mitnimmt, der hat keine Chance mehr, seine Schulden bis zum Lebensende abzubauen. Das liegt in Österreich an einer Sonderklausel, denn hier muss ein Schuldner mindestens zehn Prozent der Schulden im Rahmen des Insolvenzverfahrens abbezahlen – nur dann wäre Kulterer nach der Wohlverhaltensphase wieder schuldenfrei. 60 Millionen Euro sind während der Insolvenz zurückzuzahlen [caption id="attachment_715" align="alignleft" width="125" class=" "]© Johanna Goodyear | Dreamstime Stock Photos © Johanna Goodyear | Dreamstime Stock Photos[/caption] Gewöhnlich lassen sich Forderungen von kleineren Gläubigern auch während einer Privatinsolvenz begleichen – durch ein Onlinekonto gibt es dafür auch den nötigen finanziellen Spielraum. Im Fall von Kulterer ist die Situation deutlich schwieriger. Der frühere Top-Manager müsste im Rahmen des Insolvenzverfahrens zehn Prozent seiner Schuld zurückbezahlen. Sollte sich die Insolvenzsumme schlussendlich wirklich auf 603 Millionen Euro summieren, würde das bedeuten, dass Kulterer insgesamt 60 Millionen Euro zurückzahlen müsste. Dass das völlig unmöglich ist, wissen alle Beteiligten. Auch deswegen wird nach einer anderen Lösung gesucht, die Kulterer zumindest die Hoffnung gibt, irgendwann wieder schuldenfrei zu sein. Insgesamt können wohl nur 0,5 Prozent der Forderungen beglichen werden Experten gehen davon aus, dass die Privatinsolvenz von Kulterer für die Gläubiger nicht viel Geld bringen wird. Der Verkauf von Grundstücken könnte zwar einige Millionen in die Kassen des Bankiers spülen, zur Abzahlung der Schulden ist das allerdings nicht genug. Darüber hinaus hat Kulterer momentan keinen lukrativen Job, der ihm ein Millionengehalt versprechen würde. Finanzielle Eigenständigkeit bietet in einem solchen Fall ein Online Konto, das dabei hilft, dass zumindest normale Zahlungen ohne Probleme abgewickelt werden können. Bei Kulterer wird das aber nicht reichen, um in ein normales Leben zurückzukehren. Auch wenn seine Anwälte gerade mit der Heta, der Bad Bank der Hypo Alte Adria, über einen Rückzahlungsplan verhandeln – seine Schulden wird Kulterer in diesem Leben wohl nicht mehr hinter sich lassen können.

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