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04.06.2017

Die Privatinsolvenz hat ein Imageproblem

Die Privatinsolvenz verspricht eine Entschuldung in nur drei Jahren. Dennoch entscheiden sich sehr viele Verbraucher dafür, ihre Finanzprobleme mit einem Online-Konto ohne Schufa und einer Schuldnerberatung in den Griff zu bekommen. Woran liegt das und warum wird die Privatinsolvenz in Deutschland meist links liegengelassen? Die Reform der Privatinsolvenz sollte eigentlich dafür sorgen, dass mehr Menschen diesen Weg der Entschuldung wählen, um schnell in ein normales Leben zurückzukehren. Doch seit der Reform ist die Zahl der Privatinsolvenzverfahren deutlich gesunken. Immer weniger Menschen entscheiden sich dafür, eine Entschuldung über die Privatinsolvenz zu wählen. Das liegt zum einen sicherlich an der guten wirtschaftlichen Situation. Zum anderen erscheint ein Schuldenabbau über andere Wege wie das Online-Konto ohne Schufa vielen Verbrauchern attraktiver als die Privatinsolvenz. In 2017 wird diese voraussichtlich von weniger als 100.000 Menschen in Anspruch genommen. Einen so starken Anstieg hätte vor einigen Jahren niemand für möglich gehalten. Es scheint fast so, als wäre die Privatinsolvenz mittlerweile ein Auslaufmodell.

Fremdbestimmung schreckt viele Verbraucher ab

© Dana Rothstein | Dreamstime Stock Photos

Eines der entscheidenden Probleme der Privatinsolvenz ist die Fremdbestimmung. Der sogenannte Insolvenzverwalter kümmert sich eigentlich nur darum, dass das Geld des Schuldners fair an die Gläubiger verteilt wird. Dennoch sind Insolvenzverwalter alles andere als beliebt. Immerhin müssen Schuldner einen Teil ihres Gehaltes direkt an den Insolvenzverwalter abgegeben, damit dieser das Geld weiterverteilen kann. Der schlimmste Teil der Fremdbestimmung ist dabei sicherlich, dass das Gehalt nicht einmal komplett auf dem eigenen Konto ankommt. Stattdessen wird der Pfändungsanteil direkt abgezogen und auf das Konto des Insolvenzverwalters überwiesen. Übrig bleibt für den Arbeitnehmer dann oft nur noch ein kleiner Teil – die Pfändungsfreigrenze für Singles beträgt in Deutschland derzeit nur knapp über 1.000 Euro.

Privatinsolvenz dauert vielen Verbrauchern zu lang

Ein weiteres Problem ist zweifelsfrei, dass die Privatinsolvenz vielen Verbrauchern deutlich zu lange dauert. Das Verfahren ist nur selten schnell beendet. Grundsätzlich gibt es auch nur drei Möglichkeiten, um die Privatinsolvenz hinter sich zu lassen:
  • nach drei Jahren (Rückzahlung von 35 Prozent der Schulden und der Verfahrenskosten)
  • nach fünf Jahren (Zahlung der Verfahrenskosten)
  • nach sechs Jahren (ohne Bedingungen)
Grundsätzlich gilt dabei: Während der Wohlverhaltensphase darf es zu keinen Verfehlungen kommen. Außerdem ist ein Exit aus der Privatinsolvenz selbstverständlich immer dann möglich, wenn man die gesamten Schulden – etwa durch eine Erbschaft – zurückzahlen kann. Dennoch erscheint die Dauer der Privatinsolvenz so lang, dass viele Verbraucher sich lieber für eine Schuldnerberatung und ein Online-Konto ohne Schufa entscheiden. Diese Form der Entschuldung geht zwar oft nicht schneller, ist dafür allerdings zumindest mit keiner Fremdbestimmung verbunden.

Kompromisse mit den Gläubigern als Lösung

Die Privatinsolvenz hat auch noch ein weiteres Problem: Die Rückzahlungsquoten sind sehr gering. Hat sich ein Verbraucher erst einmal für die Privatinsolvenz entschieden, fehlt oft der Wille, mehr Geld zu verdienen, um die Schulden zurückzuzahlen – nach sechs Jahren ist sowieso Schluss. Gerade Arbeitslose haben kaum einen Anreiz, sich einen Job zu suchen. Die Gläubiger schauen so am Ende oft in die Röhre. Im Trend sind deshalb Alternativen wie das Online-Konto ohne Schufa. Dieses ermöglicht es beispielsweise auch in Verbindung mit einer Schuldnerberatung einen Kompromiss mit Gläubigern zu finden – etwa eine langfristige Rückzahlung der Schulden. Diese Möglichkeit wird in Deutschland immer häufiger in Anspruch genommen.

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