Blog von Onlinekonto.de

Aktuelle News, Berichte und Hintergrundinformationen

Unser Onlinekonto-Blog berichtet nicht nur über Neuerungen am Produkt. Wir beleuchten die aktuellsten Themen rund um Onlinekonten, Prepaid MasterCards und Co. Dabei bleiben lohnt sich!

Service rund um die Uhr

Sie haben Fragen?
Wir helfen Ihnen gerne weiter.
Hotline
19.10.2015

Ehrenwerte Einigung ohne Privatinsolvenz

Der Weg in die Schulden ist extrem einfach. Das zeigt ein Fall aus Hannover eindrucksvoll. Aus gutem Wille verleiht ein Mann 1.000 Euro, die ihm danach selbst fehlen und sich zu einem unglaublichen Schuldenberg von 15.000 Euro entwickeln. Die Schuld liegt auch bei Gläubigern, die dem Mann nicht helfen wollen und kein Interesse an einer Einigung haben. Werner S. will seinen richtigen Namen nicht in den Medien lesen, doch seine Geschichte erzählt er dem NDR trotzdem. Sicherlich auch, weil er so vielen anderen Menschen helfen will, die sich keine Hilfe bei einer Schuldnerberatung oder durch Produkte wie das Onlinekonto ohne Schufa suchen. Eigentlich hatte Werner S. gar keine großen Probleme. Er verdiente bei einer Zeitarbeitsfirma zwar schlecht, gerade so aber genug, um seine monatlichen Kosten zu begleichen. Dann aber fragt ihn ein Freund, ob er ihm 1.000 Euro leihen könnte. Werner S. zeigt sich gutmütig und sah danach weder den Freund noch sein Geld je wieder.

Fehlende 1.000 Euro summieren sich

© John Valenti | Dreamstime Stock Photos

Doch Werner S. nahm das Geld nicht von seinem Ersparten, sondern von seinen monatlichen Einnahmen – ein Fehler, den auch viele Inhaber eines Online-Kontos ohne Schufa gemacht haben. Auf einmal konnte der Mann seine monatlichen Raten für verschiedene Dinge nicht mehr begleichen. Schnell kamen freundliche Mahnungen, dann auf einmal deutlich bösartigere Inkassoschreiben. Werner S. wollte sich zu diesem Zeitpunkt noch keine Hilfe suchen – er verzichtete sowohl auf Produkte wie das Onlinekonto ohne Schufa als auch eine Schuldnerberatung. Stattdessen suchte er die direkte Einigung mit den Gläubigern, wollte eine sinnvolle Ratenzahlung vereinbaren, um seine Schulden abzubauen. Doch das Interesse bei den Gläubigern war gleich null. Alle beharrten auf eine komplette Rückzahlung der Schulden.

15.000 Euro Schulden werden Werner S. zu viel

Über die Jahre werden die Schulden immer mehr und Werner S. bekommt die Situation nicht in den Griff. Endlich ergreift S. dann im Jahr 2013 die Initiative und geht zur Sozialen Schuldnerberatungsstelle der Diakonie in Hannover. Seine Beraterin Martina Sievers nahm sich nicht nur seinem Fall an, sondern hatte innerhalb kürzester Zeit eine Lösung parat. Werner S. könne Privatinsolvenz anmelden und dennoch so weiterleben wie bisher. Sein Gehalt liege gerade einmal 27 Cent über der Pfändungsfreigrenze, erklärt die Schuldnerberaterin. Eigentlich eine perfekte Situation für Werner S., der während der Privatinsolvenz sogar Geld für ein Neuanfang auf einem Online Konto ohne Schufa ansparen könnte. Doch Werner S. lehnt die Lösung ab – weil er seine Schulden zurückzahlen will.

Einigung ohne Privatinsolvenz

Der ehrenwerte Schritt muss Werner S. definitiv zu Gute gehalten werden. Doch von seinen sieben Gläubigern will einer dennoch nicht zustimmen. Ein Inkassounternehmen hat eine der Forderungen übernommen und beharrt auf die Rückzahlung inklusive aller Mahngebühren und Zinsen. Die Einigung scheitert tatsächlich und Werner S. muss zum Insolvenzgericht. Dort allerdings muss sich das Inkassounternehmen geschlagen geben, denn der Richter überstimmt den einzelnen Gläubiger, der nicht zustimmen will und setzt den Entschuldungsplan in die Tat um. Werner S. kommt so um die Privatinsolvenz herum und zahlt seinen Gläubigern zugleich deutlich mehr Geld zurück als sie in der Privatinsolvenz gesehen hätten. In einigen Jahren könnte der Mann aus Hannover schuldenfrei sein und dann vielleicht auch darauf verzichten, Freunden Geld zu leihen, das er selbst nicht hat.

Weitere News lesen Sie unter Kreditkartennews