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27.02.2016

Eiskalte Selbstbedienung beim Arbeitgeber

Immer wieder liest man von Fällen, in denen eine Kombination aus schlechter Kontrolle und zu hohem Lebensstandard zu kuriosen Selbstbedienungsmentalitäten geführt hat. So auch in Kassel, wo ein Mann im örtlichen Klinikum als Fotograf angestellt war und dort über die Jahre eine enorme Vertrauensbasis aufgebaut hat – und diese danach in aller Härte ausgenutzt hat. Auf ein Onlinekonto ohne Schufa zu setzen, um die Finanzen in den Griff zu bekommen, ist eine einfache und rechtlich einwandfreie Methode. Sich das fehlende Geld einfach beim Arbeitgeber holen, so wie es in Kassel passiert ist, dagegen keineswegs. Dort hat ein angestellter Fotograf die über Jahre aufgebaute Vertrauensbasis schamlos ausgenutzt und dabei insgesamt 610.000 Euro abgezweigt. Die unglaublichen Summen soll der Mann dennoch bereits wieder herumgebracht haben. Wie genau ihm das gelungen ist, scheint nicht bekannt. Es wird allerdings gemutmaßt, dass der Mann, der kurz vor der Rente steht, über Jahre weit über seinen eigentlichen Lebensstandard gelebt hat und dafür viel Geld brauchte, dass er sich einfach gleich bei seinem Arbeitgeber besorgt hat.

Einkauf durch Klinikum, Verkauf durch Privatperson

geldkofferDer 65-Jährige hat sich die Sache dabei verdammt einfach gemacht, um eine Art Selbstbedienungsladen aufzubauen. Anstatt auf ein Produkt wie das Online-Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung zu setzen, hat er ein ausgeklügeltes System aufgebaut, um sich sein teures Leben zu finanzieren. Durch seine Vertrauensposition konnte er nicht nur Waren, also Kameras genauso wie Papier und anderes wichtiges Zubehör, bestellen, sondern auch die Lieferscheine zeichnen und beliebige Informationen an die Buchhaltung weitergeben. Das führte dazu, dass er Equipment zwar vom Klinikum einkaufen lies, dieses aber nicht für seine Arbeit einsetzte. Stattdessen verkaufte er die Kameras und anderes Zubehör einfach selbst weiter und machte dadurch richtig Kasse, obwohl er unter Wert weiterverkaufte.

Schaden von 610.000 Euro

Zwar hat das Gericht dem Mann nicht zu Unrecht vorgeworfen, absichtlich Betrug an seinem Arbeitgeber begangenen zu haben. Doch die Richter wiesen auch darauf hin, dass den Arbeitgeber durch seine laxe Kontrolle eine Mitschuld trifft. Der Schaden von insgesamt 610.000 Euro wird so schnell wohl auch nicht erstattet, denn der Angeklagte musste bereits 2012 Privatinsolvenz anmelden und setzt nach bekannten Informationen nicht auf eine hilfreiche Kombination aus einem Onlinekonto ohne Schufa und einer Schuldnerberatung. Faszinierend ist der Fall allerdings auch deshalb, weil der Mann kurz vor der Rente nicht etwa über einen langen Zeitraum die Gesamtsumme von 610.000 Euro in die eigenen Taschen stecken konnte, sondern dafür gerade einmal fünf Jahre brauchte. Pro Jahr konnte der Mann das Klinikum entsprechend um über 100.000 Euro betrügen – und das, ohne dass es irgendjemandem aufgefallen ist.

Schulden für den Rest des Lebens

Den Rest seines Lebens wird der zukünftige Rentner allerdings wohl nicht mehr auf hohem Standard leben können, sondern muss sich vielmehr am Existenzminimum orientieren. Selbst mit einem Online Konto ohne Schufa und einer Schuldnerberatung kann er seine Schulden wohl nicht mehr in den Griff bekommen. Eine erneute Privatinsolvenz scheidet bei einer Verurteilung als Straftäter in dieser Sache aus. Anstatt also auch weiterhin ein tolles Luxusleben zu führen, muss der Mann genau das Gegenteil erleben. Seine Gier wird ihm zudem noch eine Gerichtsstrafe einbringen.

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