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18.03.2015

Genaue Analyse der Privatinsolvenzdaten lohnt sich

Einige Wochen nach der Veröffentlichung der deutschlandweiten Insolvenzzahlen durch die Wirtschaftsauskunftei Brügel lohnt eine genaue Analyse der Zahlen. Wo ist die Zahl der Überschuldeten am größten? Wer ist besonders betroffen? Und welche Menschen brauchen am ehesten Hilfe durch ein Online-Konto ohne Schufa?

© John Valenti | Dreamstime Stock Photos

Insgesamt haben im Jahr 2014 115.269 Menschen Privatinsolvenz angemeldet – das sind so wenig wie zuletzt im Jahr 2005. Alles gut also? Keineswegs, eine Zahl von über 100.000 Menschen bedeutet auch weiterhin, dass in Deutschland deutlich zu viele Menschen von einer Privatinsolvenz betroffen sind. Rechnet man dazu noch die Menschen, die mit Überschuldung kämpfen, sich aber mit einer Schuldnerberatung und einem Online Konto ohne Schufa von den Schulden befreien wollen, summiert sich die Zahl auf ein Vielfaches. In vielen anderen Ländern ist die Zahl an Menschen, die einen Offenbarungseid oder vergleichbares leisten müssen, deutlich geringer. Viel Nachholbedarf also für Deutschland, denn in einem Industrieland sollte nicht mindestens jeder 100. von Überschuldung oder Privatinsolvenz betroffen sein. Zahl der Privatinsolventen im hohen Alter steigt Bei der Altersverteilung ist bis auf eine Ausnahme keine Besonderheit zu erkennen. Einzig die Menschen über 61 Jahren fallen hier negativ auf. In dieser Altersgruppe, also bei den Frührentnern, Rentnern und älteren Berufstätigen, ist die Zahl derjenigen, die Privatinsolvenz anmelden mussten, um 13,9 Prozent gestiegen. Der Anteil an den gesamten Privatinsolvenzen dieser Altersgruppe stieg auf alarmierende 9,3 Prozent. Das ist insbesondere deshalb alarmierend, weil ein Schuldenabbau im Alter deutlich schwieriger ist. So führen geringe Einkommen oder Renten oft dazu, dass die Verschuldung überhaupt erst aufgebaut wird. Durch eine Teilpfändung haben Senioren dann oft noch weniger Geld, wodurch der Lebensabend alles andere als angenehm wird. Ein Online-Konto kann hier zwar helfen, ist aber nicht immer eine endgültige Lösung. Nirgendwo so häufig wie in Nordrhein-Westfalen [caption id="attachment_720" align="alignleft" width="181"]© Anatoliy Babiychuk | Dreamstime Stock Photos © Anatoliy Babiychuk | Dreamstime Stock Photos[/caption] Auffällig groß sind die Unterschiede auch im Ländervergleich. Zwar ist die Rechtslage in allen Bundesländern gleich, doch durch strukturelle Unterschiede gibt es regional starke Ungleichheiten bei der Zahl der Privatinsolvenzen. In Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, meldeten 2014 allein 28.390 Menschen Privatinsolvenz an – demnach kommt mehr als jeder Vierte Privatinsolvente aus NRW. Die Dunkelziffer derjenigen, die mit einem Online Konto oder einem ähnlichen Produkt gemeinsam mit einer Schuldnerberatung ankämpfen, ist vermutlich noch viel höher. Auffällig sind auch die Zahlen aus Bremen, hier sind relativ gesehen die meisten Menschen von einer Privatinsolvenz betroffen. 244 von 100.000 Einwohnern müssen hier den Offenbarungseid leisten. Im strukturstarken Bayern sind es dagegen nur 103 von 100.000 Einwohnern. Steigt die Zahl der Privatinsolvenzen wieder? Interessant ist auch die von der Wirtschaftsauskunftei Brügel gestellte Prognose, dass es im kommenden Jahr eventuell wieder mehr Privatinsolvenzen geben könnte. Das liege daran, so heißt es in der Studie, dass das neue Privatinsolvenzrecht einen Offenbarungseid attraktiver macht. Unabhängige Experten bezweifeln das aber, denn insbesondere von der „Kurzvariante“, in der die Privatinsolvenz bereits nach drei Jahren beendet werden kann, kann fast niemand profitieren. Einzig das Ende der Wohlverhaltensphase nach fünf Jahren macht Hoffnung. Ob die Zahl der Privatinsolvenzen im kommenden Jahr also wirklich signifikant ansteigt, darf bezweifelt werden. Da lohnt es sich oft mehr, mit einem Online-Konto ohne Schufa und einer Schuldnerberatung einen anderen Weg aus dem Schuldensumpf zu suchen.

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