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16.09.2015

Höhere Pfändungsfreigrenzen für Arbeitnehmer in Privatinsolvenz

Wer sich in der Privatinsolvenz befindet, der muss damit leben, dass ein großer Teil des eigenen Gehalts gepfändet wird. Seit dem 1. Juli 2015 haben sich die Pfändungsfreigrenzen allerdings zu Gunsten des Schuldners erhöht. Statt 1.045,04 Euro dürfen Menschen in der Privatinsolvenz nun 1.073,88 Euro behalten. Geld, das meistens dringend gebraucht wird. Trotz einer Schuldnerberatung und einem Online-Konto ohne Schufa schaffen viele es nicht, die Privatinsolvenz zu verhindern. Am Ende sind die Belastungen einfach zu hoch, man bekommt die Schulden einfach nicht mehr in den Griff. Eine Privatinsolvenz kann dann die genau richtige Lösung sein. Allein seit dem 1. Juli 2014 haben 86.000 Menschen Privatinsolvenz angemeldet. Wer sich diese Zahl vor Augen führt, der merkt, wie groß das Problem Überschuldung hierzulande immer noch ist – trotz rückläufiger Zahlungen und immer besserer Unterstützung durch Schuldnerberatungen und Produkte wie das Onlinekonto ohne Schufa. Seit dem 1. Juli 2015 geht es Schuldnern, die Privatinsolvenz angemeldet haben, allerdings zumindest ein bisschen besser: Die Pfändungsfreigrenze ist gestiegen.

Mehr Geld vom Einkommen behalten

© Jyothi | Dreamstime Stock Photos

Die Pfändungsfreigrenze greift meistens nur dann, wenn Menschen in einer Privatinsolvenz leben, gleichzeitig aber dennoch einen Arbeitsplatz haben. In diesem Fall wurde bislang das gesamte Einkommen über eines Betrags von 1.045,04 Euro gepfändet und vom Insolvenzverwalter an die Gläubiger verteilt. Der Schuldner hatte dabei jeweils keinen Einfluss darauf, wie das Geld verteilt wird. Genauer gesagt kam es nie bei ihm an, denn schon ein Arbeitgeber muss zusätzlichen Aufwand hinnehmen, um einen Teil des Einkommens auf ein anderes Konto zu überweisen. Die Umstellung auf einen höheren Freibetrag von 1.073,88 Euro ist entsprechend auch für die Arbeitergeber ein ziemlich großer Aufwand. Für die Schuldner allerdings wird dadurch alles zumindest ein bisschen besser.

28,84 Euro mehr im Monat

Jeder Schuldner, der sich in einem Privatinsolvenzverfahren befindet, erhält ab sofort 28,84 Euro mehr im Monat. Ein zusätzlicher Betrag, der vielen Schuldnern sehr gut tut. Besonders diejenigen, die auf Grund der Privatinsolvenz Probleme haben, sich noch normal mit Lebensmitteln zu versorgen, werden aufatmen. Auch diejenigen, die versuchen, auf einem Online-Konto ohne Schufa so viel Geld ansparen zu können, dass sie die Privatinsolvenz nach drei oder fünf Jahren beenden können, erhalten eine weitere Chance, schneller das dafür nötige Geld zusammenzubekommen. Spart man das zusätzlich erhaltene Geld, kommt man nach drei Jahren auf immerhin 1.038,42 Euro. Vielleicht genug, um die Wohlverhaltensphase nach drei Jahren zu beenden. Ist die Schwelle von 35 Prozent der Gesamtforderungen plus der Kosten für das Insolvenzverfahren zu hoch, ist vielleicht ein Ausstieg nach fünf Jahren möglich. 1.730 Euro mehr hätte man nach fünf Jahren auf dem Konto, wenn man den gesamten Zusatzbetrag anspart – möglicherweise genug, um die Verfahrenskosten zu bezahlen.

Ein besseres Leben in der Privatinsolvenz

Man hört immer wieder, wie schwierig ein Leben in der Privatinsolvenz ist. Zweifelsohne stimmt, dass Menschen, die in der Wohlverhaltensphase leben, ein wenig komplizierter Leben. Durch die Erhöhung der Freigrenze allerdings erhalten alle, die einem Job nachgehen, die Chance, ein relativ normales Leben zu führen, denn von 1.073,88 Euro lässt sich ein bescheidenes, aber gutes Leben durchaus bestreiten. Irgendwann ist die Wohlverhaltensphase zudem zu Ende. Da freut man sich dann besonders, seinen Job behalten zu haben – und endlich das vollständige Gehalt zu bekommen.

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