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19.06.2015

Konkrete Datenerhebung der Schufa steht in der Kritik

Die Bonität ist eine schwierige Sache. Die Schufa, Deutschlands größte Auskunftei, steht seit Jahren in der Kritik. Problematisch sind allen voran die öffentlich nicht nachvollziehbare Ermittlung der Bonitätswerte, auch Score genannt, sowie die Einbeziehung von Daten, die eigentlich nichts mit der Bonität zu tun haben sollten. Besonders das sogenannte Geo-Scoring steht hier in der Kritik. Welche Daten gehen wie in die Schufa-Score mit ein? Diese Frage stellen sich viele Menschen, die mit Auskunfteien wie der Schufa zu tun haben. Die Aktiengesellschaft aus Wiesbaden gibt hierzu allerdings keine Daten preis und setzt stattdessen auf totale Verschwiegenheit. Auf Grund der vielen Fragen und wenigen Antworten setzen immer mehr Menschen auf Produkte wie ein Onlinekonto ohne Schufa, bei denen die Schufa außen vor bleibt. Doch langsam macht sich auch in höheren Kreisen, namentlich der Politik, Widerstand gegen die Schufa breit. In allen Fraktionen wird momentan heiß darüber debattiert, ob eine Begrenzung der Kompetenzen der Schufa notwendig ist. Viele Bürger würden diese Frage sofort mit ja beantworten.

Zweifelhafter Einfluss von irrelevanten Daten

SCHUFA Holding AGEines der Hauptprobleme der Schufa, die dazu führen, dass Menschen auf ein Online-Konto ohne Schufa oder ähnliche Produkte setzen, ist die Einbeziehung von Daten, die nach Meinung der meisten Bürger für die Score eigentlich vollkommen irrelevant sein sollten. Die Zweifel beginnen schon bei dem Geschlecht und dem Alter. Ist man deswegen weniger kreditwürdig, weil man ein Mann oder im höheren Alter ist? Fragen wie diese stellen sich nicht nur viele Bürger, sondern auch Politiker immer häufiger. Doch während man eine Einbeziehung von Alter und Geschlecht zumindest irgendwie nachvollziehen kann, gibt es beim Wohnort doch große Bedenken. Das sogenannte Geo-Scoring, bei dem die Bonitätswerte der Nachbarschaft in die Berechnung der Bonität einbezogen werden, steht in Deutschland seit Langem in der Kritik.

Schlechtes Viertel sorgt für schlechtere Bonität

Beim Geo-Scoring, das immer mehr Menschen dazu bringt, auf ein Online Konto ohne Schufa zu setzen, spielt der Wohnort bei der Berechnung der Bonität eine große Rolle. Angewendet wird dieses Verfahren meist dann, wenn der Schufa sonst nur wenige bonitätsrelevante Daten vorliegen. Konkret bedeutet diese Variante der Bonitätsberechnung aber, dass Menschen, die in einem schlechten Viertel wohnen, automatisch schlechter gestellt werden als Menschen, die in einem guten Viertel zuhause sind. Warum man in Zeiten, in denen sich Stadtviertel immer mehr vermischen und gute und schlechte Wohnlagen oft direkt nebeneinander liegen, doch seinen Wohnort Nachteile haben soll, ist vielen schleierhaft. Problematisch ist das auch deshalb, weil nicht nur der Wohnort per se, sondern im Besonderen auch die Bonität der Nachbarn in die Berechnung mit eingeht. Wer etwa in einem Neubauviertel lebt, der wird damit rechnen müssen, allein schon deshalb Probleme mit der Bonität zu bekommen, weil die meisten Nachbarn unter einer hohen Kreditlast ächzen.

Wird die Schufa stärker reguliert?

Besonders dieses zweifelhafte Verfahren könnte in Zukunft vonseiten des Gesetzgebers verboten werden. Es scheint dabei keineswegs unmöglich, dass sich der Gesetzgeber entscheidet, die Schufa in dieser Hinsicht stärker zu regulieren. Das würde den meisten Bürgern gefallen. Kommt keine weitere Regulierung, so ist davon auszugehen, dass immer mehr Menschen auf ein Onlinekonto ohne Schufa setzen, denn auf die derzeitige Macht der Schufa, die über so viel entscheiden kann, hat kaum ein Deutscher mehr Lust.

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