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29.10.2015

Mammutprozess gegen S&K Finanzbetrüger

Der derzeit laufende Prozess von S&K wird nicht nur von Gerichtsbeobachtern, sondern auch von hunderten geschädigten Gläubigern aufmerksam verfolgt. Nicht gerade wenige mussten wegen den Machenschaften von Jonas Köller und Stephan Schäfer Privatinsolvenz anmelden. Auch ein Onlinekonto ohne Schufa konnte nicht in jedem Fall helfen. Der Name S&K steht für einen der größten Wirtschaftsprozesse der letzten Jahre. Die Schadenssumme ist mit 240 Millionen Euro enorm, die Zahl der Geschädigten mit über 11.000 mindestens genauso hoch. Nur die Zahl der Hauptangeklagten ist mit zwei absolut überschaubar, doch Jonas Köller und Stephan Schäfer haben es in sich. Die beiden Finanzbetrüger sollen über Jahre Anlegergelder veruntreut haben und anstatt Renditeversprechen zu halten, das gesamte eingesammelte Geld in Partys mit Prominenten investiert haben. Ein Schneeballsystem im Maßstab von bandenmäßigen Betrug wird S&K als Vorwurf gemacht. Geläutert sind die beiden Täter allerdings dennoch noch lange nicht, denn ihr Anwalt beharrt auf die Unschuld der beiden Angeklagten. Die Beweislast allerdings ist erdrückend.

Privatinsolvenz wegen S&K

© Anatoliy Babiychuk | Dreamstime Stock Photos

Auf eine hohe Strafe für das Betrüger-Duo hoffen sicherlich auch viele Menschen, die durch die Finanzbetrüger selbst in Not geraten sind. In den letzten Jahren kam es zu mehreren Fällen, in denen Menschen Privatinsolvenz anmelden mussten, weil sie ihr Geld von S&K nicht zurückerhielten. Wer auf ein Onlinekonto ohne Schufa setzte, der konnte die finanziellen Verluste oftmals zumindest einschränken. Nicht immer ließen sich die Probleme aber mit einem Online Konto und einer Schuldnerberatung lösen. Privatinsolvenz wegen Finanzbetrügern, das hatten sich viele der Betroffenen anders vorgestellt. Auch weil Köller und Schäfer nicht nur den Erhalt des Geldes, sondern sogar eine satte Rendite versprachen. Statt als reicher Mensch aus dem Investment hervorzugehen, sind die meisten Betroffenen aber finanziell völlig abgestürzt.

Vermögenswerte in Höhe von 55 Millionen Euro

Allein die Vermögenswerte, die bei Köller und Schäfer festgestellt wurden, könnten reichen, um all den Menschen zu helfen, die unverschuldet in die Privatinsolvenz geraten sind. Insgesamt handelt es sich dabei um 55 Millionen Euro – ein Teil davon soll in Säcken voller Münzen in den Privatresidenzen der beiden Gründer von S&K aufbewahrt worden sein. Doch natürlich wollen nicht nur diejenigen, die wegen S&K finanziell am Abgrund stehen und sich nur noch gerade so dank einem Online-Konto ohne Schufa über Wasser halten können, ihr Geld wiedersehen. Auch alle anderen Anleger verlangen von S&K noch jede Menge Geld. Das Problem nur: Sehen wird die Finanzmittel wohl kaum einer wieder. Bei den sichergestellten Vermögenswerten handelt es sich gerade mal um etwas mehr als ein Fünftel der Gesamtschadenssumme.

Strafprozess mit hohen Strafen erwartet

Die Verteilung des übrigen Geldes wurde allerdings bereits in Zivilprozessen geregelt – bei einer Sitzung sprang Stephan Schäfer sogar aus dem Fenster und verletzte sich schwer. Im derzeitigen Prozess geht es um die Strafe, die den beiden Betrüger blüht. Experten gehen davon aus, dass die beiden schweren Betrüger über Jahre ins Gefängnis gehen könnten. Manche Beobachter gehen sogar von einem Urteil von über zehn Jahren aus – auch, weil die Zahl der Betrogenen so enorm ist. Fest steht: Auch wenn Schäfer und Köller wieder freikommen, werden die Gläubiger weiterhin ihr Geld sehen wollen. Bis zum Lebensende der S&K-Gründer.

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