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28.08.2014

Naivität kann schnell in die Schuldenfalle führen

Naivität ist einer der Hauptgründe, warum Menschen in die Privatinsolvenz rutschen. Das zumindest behauptet eine Schuldnerberaterin aus dem Kreis Mayen-Koblenz, die sich insbesondere mit Schuldnern jüngeren Alters befasst. Oftmals würden in einem Haushaltsplan nur 50 Euro für Lebensmittel eingetragen, die Insolvenz ist dann nicht mehr weit. Der Kreis Mayen-Koblenz im Herzen von Deutschland ist kein sozialer Brennpunkt. Dennoch gibt es auch hier einige Fälle von Privatinsolvenz. Neben den 195 Menschen, die sich diesem Schicksal letztes Jahr ergeben mussten, gibt es allerdings noch viele weitere von Schulden betroffene Menschen. Die Geschichten dieser sind zumeist völlig unterschiedlich, dennoch ziehen die Schuldnerberater die Bilanz, dass Naivität in einigen Fällen für einen Schuldenaufbau sorgt. Gleichzeitig verweisen sie allerdings auch auf Fälle, in denen ein Einzelschicksal oder andere Schicksalsschläge dazu führen, dass Menschen in die Schuldenfalle rutschen. Ein Fünftel des Einkommens für das Handy Beate Glöckner, Schuldnerberaterin für junge Erwachsene unter 27 Jahren in der Region Mayen-Koblenz, weist darauf hin, dass gerade viele Jugendliche Probleme hätten, mit Geld umzugehen. Als Beispiel nennt sie einen Jugendlichen, der bei einem verfügbaren Einkommen von 250 Euro ein Fünftel in seinen Mobilfunkvertrag investiert. Dass das nicht gut gehen kann, „kann man sich eigentlich ausrechnen“, so Glöckner. Es fehlte schlichtweg an Weitsichtigkeit, so die Schuldnerberaterin. Sie verweist etwa darauf, dass die jungen Erwachsenen überhaupt nicht errechnen könnten, was sie für ihren Haushalt an Finanzmitteln brauchen. 50 Euro für Lebensmittel im Monat Auch hierfür hat Glöckner ein Beispiel parat. Sie erzählt von Jugendlichen, die völlig falsche Vorstellungen vom Verhältnis zu ihrem Geld hätten. "Wenn sie einen Haushaltsplan aufstellen müssen, tragen sie 50 Euro pro Monat für Lebensmittel ein". Auch hier wird deutlich, dass die Rechnung nicht aufgehen kann – eigentlich sollte das jeder wissen, der bereits einmal in seinem Leben einen Supermarkt besucht hat. Dennoch sieht Glöckner den Grund für Verschuldung bei Jugendlichen auch in Unwissenheit. Viele junge Erwachsene wüssten einfach noch nicht, wie sie mit Geld umzugehen hätten. Gleichzeitig ist für Glöckner auch eine gewisse Naivität ein entscheidender Grund, warum junge Erwachsene Schulden machen. Privatinsolvenz nicht immer die beste Lösung Die Situation bei jungen Schuldner ist allerdings oft schwieriger als bei Erwachsenen. Während Letztere zumeist über ein höheres Einkommen verfügen und die Berater erst mit einem großen Schuldenberg aufsuchen, sind Jugendliche bereits mit 2.000 Euro Schulden heillos überfordert. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ihr Einkommen in Ausbildung oder Studium oftmals nur bei 500 Euro liegt. In solchen Fällen lohne sich ein Insolvenzverfahren überhaupt nicht, so Glöckner. Das Problem: Die Verfahrenskosten verschlingen mindestens den Schuldenbetrag, im Endeffekt müssten die Jugendlichen also trotz Wohlverhaltensphase noch denselben Betrag abbezahlen wie ohne eine Privatinsolvenz. Deswegen setzt Glöckner bei vielen Mandaten auf die Zahlungsunfähigkeit. Übungen, um besser hauszuhalten kreditkarten_1Junge Menschen, die mit Privatinsolvenz zu kämpfen haben, müssten erst einmal lernen, wie sie zu wirtschaften hätten, so Glöckner. Deswegen arbeitet sie mit den Jugendlichen oftmals daran, den Schuldenberg nicht noch weiter zu vergrößern. Sie bringt ihnen bei, wie sie besser mit Geld umgehen können und legt ihnen nahe, auf welche Dinge sie lieber verzichten sollten, um ihre anderen Rechnungen begleichen zu können. Eine Hilfe kann in solchen Fällen auch das Onlinekonto sein, denn dieses erhalten auch junge Erwachsene ohne einen Bonitätsnachweis. Damit lässt sich das Leben trotz Schulden sogar mit einer Kreditkarte genießen.  

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