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12.02.2017

Österreich diskutiert über ein neues Privatinsolvenzrecht

In Deutschland wurde das Privatinsolvenzrecht erst vor zwei Jahren überarbeitet. Den Trend zu weniger Insolvenzen und mehr Hilfe durch Produkte wie das Online-Konto ohne Schufa konnte dadurch allerdings nicht geändert werden. In Österreich werden nun ebenfalls Änderungen diskutiert. Nicht alle sind jedoch über die Pläne auch glücklich. Statt sieben Jahre Insolvenz sollen es in Österreich zukünftig nur noch drei sein. Das macht zwar viele Verbraucher, die mit Schulden zu kämpfen haben, glücklich, gleichzeitig sorgt die Initiative auf Seite der Banken für einen echten Schockzustand. Experten rechnen damit, dass die Banken einen Risikoaufschlag erheben werden, um die Verluste wieder hereinzuholen. Generell fällt auf: Die Gesellschaft in Österreich scheint bezüglich der Regelungen für ein neues Privatinsolvenzrecht gespalten. Die endgültige Entscheidung in der Causa ist noch nicht getroffen. Fest steht allerdings, dass die Politik die Privatinsolvenz in Österreich grundlegend verändern wird. Profitieren dürften davon allen voran Verbraucher, denn die Rückzahlungszeit wird in jedem Fall geringer.

Bislang sieben Jahre sogenannte Wohlverhaltensphase

© Dana Rothstein | Dreamstime Stock Photos

In Österreich müssen Verbraucher bislang mit einer siebenjährigen Wohlverhaltensphase zurechtkommen - ohne Wenn und Aber. Wer sich für die Insolvenz entscheidet, muss sich entsprechend auf ein Leben mit starken Entbehrungen einstellen. Das ist in Deutschland nicht anders. Doch wer auf ein Online-Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung setzt, hat oft die Möglichkeit, das Insolvenzverfahren zumindest nach drei oder fünf Jahren frühzeitig zu beenden. Selbst dann, wenn das nicht gelingt, dauert die Privatinsolvenz nur sechs Jahre. Damit ist das Verfahren in Deutschland deutlich verbraucherfreundlicher als in Österreich und macht es für Menschen damit möglich, schneller in ein normales Leben zurückzukehren.

Experten warnen vor steigenden Zinsen

Die Veränderungen in Österreich werden allerdings von vielen Stellen sehr kritisch beäugt. Experten rechnen damit, dass die Änderungen dazu führen werden, dass die Zinsen steigen werden. Von einer Erhöhung der Kreditzinsen um bis zu einem halben Prozentpunkt (im Durchschnitt) ist die Rede. Das klingt auf den ersten Blick nicht unbedingt viel. Geht man allerdings von einem Kredit von 100.000 Euro aus, machen 0,5 Prozent bereits einen Unterschied von 500 Euro aus. Bei einer Kreditsumme von 500.000 Euro sind es schon 2.500 Euro. Entsprechend wäre eine solche Erhöhung für viele Kreditnehmer eine Katastrophe. Das könnte zum einen dazu führen, dass generell weniger Kredite in Anspruch genommen werden. Zum anderen aber auch, dass ein immer größeres Risiko eingegangen wird. Immerhin: In Deutschland ließ sich eine solche Entwicklung in den letzten Jahren nicht beobachten, wodurch die Bedenken in Österreich möglicherweise als relativ unbegründet einzustufen sind.

Zahlreiche Alternativen zur Privatinsolvenz

Dass es sich bei den geplanten Änderungen möglicherweise um viel Wind um wenig handelt, zeigen die aktuellen Entwicklungen in Deutschland. Hierzulande geht die Zahl der Privatinsolvenzen bereits seit Jahren stark zurück. Die Zahl der Menschen, die auf ein Produkt wie das Online-Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung setzen, nimmt derweil stark zu. Die Zahl der Überschuldeten in Deutschland ist nicht rückläufig, gleichzeitig entscheiden sich immer weniger Menschen dafür, eine Privatinsolvenz als Lösung für die Schuldenprobleme zu nutzen. Andere Lösungen wie die Kombination eines Online-Kontos ohne Schufa und einer Schuldnerberatung erscheinen für immer mehr Menschen attraktiver.

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