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28.07.2014

Österreich: Weniger Menschen schaffen eine Entschuldung

Immer weniger Menschen gelingt es, die Bedingungen für eine Privatinsolvenz zu erfüllen. Die Regeln dafür sind in Österreich besonders hoch, denn in Deutschland dauert der Prozess nur sechs Jahre – in Österreich ein ganzes Jahr länger. Dass immer mehr Menschen daran scheitern, sich durch eine Privatinsolvenz zu entschulden, liegt auch an der hohen Arbeitslosigkeit. Die Privatinsolvenz ist für keinen Menschen ein leichter Weg, in Österreich wird es den Bürgern allerdings besonders schwer gemacht. Die Erfolge des Systems sprechen allerdings für sich, denn im deutschen Nachbarland gelingt es, einem durchschnittlichen Schuldner 10 bis 15 Prozent seiner Schuldlast abzubauen, ehe er als „schuldenfrei“ gilt. In Deutschland sind die Zahlen etwas niedriger, allerdings werden Gläubiger auch anders behandelt als im Nachbarland. Während in Deutschland wichtigere Gläubiger zuerst bedient werden, wird das Geld in Österreich an all diejenigen, die noch Forderungen haben, ausgeschüttet. Dadurch werden in Deutschland etwa zehn Prozent der Gläubiger komplett ausbezahlt – der Rest geht leer aus. In Österreich kann sich jeder Gläubiger darauf einstellen, zumindest ein Zehntel seiner Forderungen zurückzuerhalten. Weniger Privatinsolvenzen als im Vorjahr Wie vor einigen Tagen berichtet, gab es in Österreich in der ersten Jahreshälfte weniger Privatinsolvenzen als noch 2013. Der Creditreform-Experte Gerhard Weinhofer sieht das allerdings sehr kritisch, denn die Bedingungen, die an einen Privatinsolvenzprozess gestellt werden, seien schlichtweg sehr hoch. Gegenüber „Die Presse“ führt Weinhofer im Wortlaut aus: „Um die Vorgaben – binnen sieben Jahren eine Quote von zehn Prozent – zu erfüllen, braucht man ein geregeltes Einkommen – und damit einen sicheren Arbeitsplatz“. Diese Voraussetzungen würden immer weniger Menschen erfüllen, heißt es von dem Experten weiter. Das Problem ist eine steigende Arbeitslosigkeit und die geringe Arbeitsplatzsicherheit, die seit der Finanzkrise auch in Österreich ein akutes Problem geworden ist. Bis zu 150.000 Haushalte sind überschuldet 8.400 Privatinsolvenzen werden für das Gesamtjahr 2014 erwartet. Eigentlich sollte das ein Grund zur Freude sein, denn die Anzahl der Privatkonkurse ist deutlich zurückgegangen. Weinhofer von Creditreform sieht das allerdings anders, denn nach Berechnungen seines Instituts, ist die Anzahl der Haushalte, die überschuldet sind, zuletzt sogar gestiegen. Insgesamt sind 100.000 bis 150.000 Haushalte in Österreich von Überschuldung betroffen, nur die wenigsten davon können sich in die Privatinsolvenz retten. Das ist in Anbetracht der guten Quote, welche das vor 19 Jahren eingeführte Instrument hat, besonders bedauerlich. Immerhin 87 Prozent der österreichischen Schuldner gelten nach einer Privatinsolvenz als „schuldenfrei“. Kein Rückstau mehr an Anträgen Ein Grund für den Rückgang der Privatinsolvenzen, so Weinhofer, sei auch der Fakt, dass sich der Rückstau an Anträgen für einen Privatkonkurs langsam auflöse. Da das InUnbenannt-1strument erst vor zwei Jahrzehnten eingeführt wurde, mussten Betroffene zu Beginn lange warten, ehe ihr Antrag bearbeitet wurde. Die Verzögerung bei der Bearbeitung wurde zuletzt immer geringer, sodass Schuldner nun innerhalb weniger Wochen in die Privatinsolvenz eintreten können. Dadurch, dass der Rückstau abgetragen ist, würde auch die Zahl der Privatinsolvenzen zurückgehen, so Weinhofer. Ein Grund zur Freunde sind weniger Schicksale dieser Art zwar trotzdem, wie der Experte von Creditreform allerdings deutlich gemacht hat, sollten die Zahlen nicht überbewertet werden. Schulden bleiben bei Privatpersonen ein ernstzunehmendes Problem. Mit dem Onlinekonto helfen wir Betroffenen und geben ihnen trotz Schulden und ganz ohne Bonität die Möglichkeit, ihre Finanzen zu verwalten.

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