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29.07.2014

Privatinsolvenz zweier Millionäre

Die Namen Rodbertus und Balz sind den meisten Börseninteressierten bereits seit Jahren bekannt. Erstgenannter als Gründer und Chef des mittlerweile insolventen Windenergie-Unternehmens Prokon, Letzteres als Gründer und zeitweise Alleingläubiger von dem ebenfalls insolventen Windenergie-Spezialisten Windreich. Beiden droht nun die Privatinsolvenz. Es kommen harte Zeiten auf die beiden Gründer, die gerne im Rampenlicht standen, zu. Besonders gilt das für Carsten Rodbertus, an dem sich bereits in den ersten Monaten nach Inauguration von Prokon die Geister schieden. Nicht abzusprechen war Rodbertus allerdings das Talent, Geld von Aktionären zu gewinnen. Dass er am Ende 75.000 von ihnen um das angesammelte Vermögen gebracht hat, steht auf einem anderen Blatt Papier. Immerhin droht Rodbertus mit der eigenen Privatinsolvenz nun eine ähnliche Leidenszeit wie den Gläubigern von Prokon, denn während der ehemalige Chef des Unternehmens immer noch an eine große Zukunft der Firma denkt, wissen die Gläubiger längst, dass sie von ihrem Geld fast nichts mehr wiedersehen werden. Zwei Millionäre fallen in die Privatinsolvenz Für Privatanleger deutlich weniger gravierend ist der Fall Windreich. Die Parallelen sind dennoch erstaunlich, denn auch Willi Balz droht nun die Privatinsolvenz. Zuvor hatte es auch sein Unternehmen in den Strudel gezogen, in dem Prokon seit Monaten feststeckt. Die Unternehmensinsolvenz macht vor den Gründern in diesem Fall allerdings nicht Halt, denn beide haften für ihr jeweiliges Unternehmen. Manche Gläubiger mögen  nun denken, dass sie durch die Beschlagnahmung des Privatvermögens von Balz und Rodbertus wieder an ihr Geld kommen. Sie liegen falsch, denn wie aus einschlägigen Medien hervorgeht, haben beide fast kein Vermögen mehr. Ihnen droht die Privatinsolvenz. Vom tollen Leben zur puren Sparsamkeit Bei Rodbertus schwirren Gerüchte über seine Zahlungsunfähigkeit bereits seit Monaten umher, es gilt mittlerweile sogar als sicher, dass der Gründer seine Zahlungen nicht mehr bedienen kann. Bei Balz sind die Vorwürfe recht jung. Ein Antrag auf Privatinsolvenz wird im Moment geprüft. Eingereicht wurde er von der Schweizer Bank Sarasin, die auf eine Bürgschaft von 70 Millionen Euro besteht – geleistet von Balz. Der Gründer von Windreich scheint nach der Pleite seiner Firma allerdings selbst kein Geld mehr zu haben, die Bürgschaft ist für Sarasin entsprechend wertlos geworden. Dennoch versucht die Bank aufzuspüren, ob Balz noch Vermögen besitzt. Sollte das nicht der Fall sein, kann sie im Rahmen einer Privatinsolvenz immerhin noch darauf hoffen, dass der Wirtschaftsingenieur Teile seiner Schulden bei der Bank abträgt. Größenwahn treibt Menschen in den Ruin Beide Gründer geben an, dass ihr Schicksal durch andere verursacht wurde. Unabhängige Experten sind sich aber einig: Es war der Größenwahn, die unglaubliche Expansion, die sowohl Windreich als auch Prokon in den Ruin getrieben hat. Beide Firmen wurden von ihren exzentrischen Gründern heruntergewirtschaftet und haben heute nicht einmal mehr ansatzweise das Vermögen, das sie bräuchten, um ihre Schulden zu bedienen. Genauso scheint es bei den beiden Gründern selbst zu sein. Immerhin können sie darauf hoffen, dass sie nach sechs Jahren wieder schuldenfrei sind – dann wenn die Privatinsolvenz erfolgreich absolviert wurde. Für die Gläubiger ist das allerdings nur ein schwacher Trost, denn sie werden trotz Privatinsolvenz fast kein Geld mehr wiedersehen.

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