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03.08.2014

Privatinsolvenzen werden in den USA deutlich schneller abgewickelt

Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika kommt seit Jahren besser in Schwung als die der europäischen Staaten. Die Gründe sind zwar vielfältig, die schnelle Erholung hat aber hauptsächlich mit dem privaten Konsum zu tun. Dieser ist nach der Krise in den USA deutlich schneller gestiegen. Der Grund dafür liegt in einem deutlich liberaleren Privatinsolvenzrecht. Wer in Deutschland seine Schulden abbauen will, der steht vor einem jahrelangen Prozess, der viele Menschen an den Rand des psychischen Kollapses bringt. Allerdings ist es nicht einmal so, dass all diejenigen, die gerne Privatinsolvenz anmelden wollen, überhaupt zum Verfahren zugelassen werden. In manchen Fällen wird die Möglichkeit von vornerein ausgeschlossen. Für den Schuldner bedeutet das, dass ein Abbau der Schulden zu Lebzeiten wohl nicht mehr möglich sein wird. Dadurch gehen Konsumenten für immer verloren, denn wer das restliche Leben Schulden abbauen muss, wird keine Mittel für Investitionen übrig haben. Ein starker Schaden für die Wirtschaft. Schuldenabbau dauert in Europa bis zu sieben Jahre Der Höhepunkt der Finanzkrise ist mittlerweile sechs Jahre her, viel Zeit, um wieder auf die Beine zu kommen. In Europa lahmt die Entwicklung allerdings. Das liegt auch daran, dass all diejenigen, die in der Krise Schulden gemacht haben, noch immer stark im Minus sind. Besonders schwierig ist die Situation für Privatpersonen, denn in den meisten Euro-Staaten dauert eine Privatinsolvenz zwischen fünf und sieben Jahren. Abgeschlossen sind daher bislang nur die wenigsten Verfahren. In manchen Ländern, etwa in Spanien, gibt es überhaupt kein Privatinsolvenzrecht. Die Menschen, die Schulden angehäuft haben, werden also vermeintlich nie wieder an den Kapitalmarkt zurückkehren können. Ihr Leben besteht aus dem Schuldenabbau. Schnelle Abwicklung von privaten Insolvenzen in den USA Ganz anders in den Vereinigten Staaten. Dort variieren die Regelungen zur Privatinsolvenz zwar sogar noch stärker als in der gesamten Europäischen Union, alle Bundestaaten eint allerdings, dass die Privatinsolvenz meist sehr schnell vonstattengeht. Ist die Insolvenz in Europa inklusive Vor- und Nachbereitung oftmals eine Sache von zehn Jahren, dauert der Prozess in vielen Bundesstaaten der USA nur zwölf Monate. Danach kehren die Schuldner ohne die Last im Rücken an den Kapitalmarkt zurück und können wieder „normal“ leben. Das deutlich liberalere Insolvenzrecht, das für den Schuldner viele Vorteile bringt, hat aber auch Nachteile. Wer also etwa noch Forderungen an eine Privatperson stellt, der geht bei den schnellen Insolvenzverfahren oft leer aus oder erhält nur einen sehr geringen Teil seiner Forderungen. In Europa ist die Stellung von Gläubigern dagegen deutlich besser. Zwangsversteigerung innerhalb weniger Wochen Die wirtschaftliche Erholung in den USA ist auch auf die rasante Zwangsversteigerung von Immobilien zurückzuführen. Dauert es in Deutschland oft Jahre, bis sich ein Schuldner von seinem Haus trennen muss, machten die amerikanischen Banken keinen Halt vor persönlichen Schicksalen und brachten die Immobilien innerhalb von Wochen wieder auf den Markt. Zwar sprang bei den Zwangsversteigerungen oft nur ein Bruchteil des Kreditwerts raus, die Differenzsumme mussten die Schuldner aber eher selten bezahlen. Das liberale Insolvenzrecht und die schnelle Abwicklung von Immobilienvermögen haben in den USA dazu geführt, dass die Wirtschaft schnell wieder auf die Beine kam. Die europäischen Staaten können davon noch viel lernen. In der Zwischenzeit müssen Schuldner aber weiterhin auf das deutsche Insolvenzrecht setzen. Mit dem Onlinekonto hat jeder Schuldner immerhin die Möglichkeit, ein Girokonto zu führen und Zahlungen mit einer Kreditkarte zu tätigen. Ein kleiner Trost beim Blick über den großen Teich.

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