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22.08.2016

Prominente und die Gemeinschaftshaftung bei der Privatinsolvenz

Jedes Jahr wieder liest man in den Medien Meldungen über Prominente, die Privatinsolvenz anmelden müssen. Vielfach wird dabei auch der Partner mit in die Privatinsolvenz gezogen. Das hat allein schon rechtliche Gründe, doch die Ehe allein sorgt noch nicht für eine Pfändung des Privatvermögens des anderen. Vielfach ist die Reputation dennoch dahin. Wer auf ein Online-Konto ohne Schufa setzt, der versucht meist, die Privatinsolvenz zu verhindern. Wer das nicht schafft, der muss schweren Herzens das Verfahren eröffnen. Viele Prominente dagegen versuchen gar nicht, mit einem Online-Konto ohne Schufa und einer Schuldnerberatung gegen die Insolvenz anzukämpfen. Das gelingt allein schon deshalb vielfach nicht, weil die Schulden einfach zu hoch sind. Es gibt aber auch Fälle, in denen die Arroganz oder der Scham einfach zu groß sind, um auf Hilfe oder Unterstützung zu setzen. Während das Online-Konto ohne Schufa zumindest noch Anonymität garantiert, fällt ein Gang zur Privatinsolvenz dann meistens doch an – besonders dann, wenn man berühmt ist.

Reputationsverlust kann für Prominente schwierig sein

© Andrew Kazmierski | Dreamstime Stock Photos

Ein Reputationsverlust kann teilweise sogar dafür sorgen, dass die finanzielle Situation noch schlimmer wird. Auch deshalb versuchen viele Promis mit Finanzproblemen, diese so lange wie irgendwie möglich versteckt zu halten. Manchmal geht es aber einfach nicht mehr weiter und dann steht da die Privatinsolvenz. Ist das Thema erst einmal in allen Medien besprochen, beginnt oft auch die Diskussion, was eigentlich mit dem Ehepartner ist. Da die wenigsten Prominenten bescheiden leben und auf ein Online-Konto ohne Schufa oder ein ähnliches bodenständiges Produkt setzen, hagelt es meist negative Kommentare – auch für den eigentlich unbeteiligten Ehepartner. Doch die Privatinsolvenz bedeutet in Deutschland keineswegs automatisch auch eine Gemeinschaftshaftung.

Ehepartner haften nur in bestimmten Fällen

Im Normalfall entsteht sogar überhaupt keine Haftung für den Ehepartner. Es kommt jedoch darauf an, warum die Schulden entstanden sind. Handelt es sich beispielsweise nur um Finanzspekulationen, eine Spielsucht oder andere Ausgaben, die nichts mit dem Zusammenleben zu tun haben, gilt in Deutschland grundsätzlich keine Gemeinschaftshaftung. Anders sieht das mit Kosten aus, von denen beide Seiten direkt profitieren. Das gilt beispielsweise für Anschaffungen im Haushalt, den Bau einer Immobilie oder teure Urlaube. Auch hier gilt es, immer genau zu differenzieren, wer welche Entscheidung getroffen hat und wie beide Seiten davon profitiert haben. Eine Gemeinschaftshaftung gibt es entsprechend auch in diesem Fall keineswegs ist. Deutlich schwieriger ist die Sache im Übrigen dann, wenn ein Ehepartner Vermögen auf den anderen übertragen hat und später Privatinsolvenz anmelden musste – dann drohen oft langwierige Gerichtsverhandlungen.

Leben auf einem hohen Standard während der Privatinsolvenz

Problematisch ist die relevant lockere Rechtsetzung in Deutschland bezüglich der Gemeinschaftshaftung, weil es so zu eher seltsamen Situationen kommt. Manch ein Prominenter, der in der sogenannten Wohlverhaltensphase lebt, kann sich immer noch einen hohen Lebensstandard mit teuren Urlauben leisten. Das liegt dann daran, dass der Ehepartner weiterhin vermögend ist und den Luxus sozusagen „verschenken“ kann. Daran ist grundsätzlich nichts auszusetzen. Eine Neiddebatte beginnt vielfach dennoch, besonders dann, wenn einstmals Vermögen übertragen wurde, an das die Gläubiger später nicht mehr kommen. Auch in der Privatinsolvenz ist am Ende eben nicht jeder gleich – auch deshalb sollte man sich mit Kommentaren über Einzelschicksale am besten zurückhalten.

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