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13.08.2015

Ruiniert durch einen Immobilienskandal

Die Privatinsolvenz ist nur die letzte Lösung, wenn die Schulden anders nicht mehr bekämpft werden können. Ein Fall aus Wiesbaden zeigt deutlich, dass das auch Menschen passieren kann, die sich eigentlich einer recht komfortablen Situation befinden. Manchmal wird so die Geldanlage in Form einer Immobilie zu einem Risiko, das unüberschaubare Risiken mit sich bringen kann. Doris Schmitt (Name geändert) aus Wiesbaden wollte eigentlich nur für das Alter vorsorgen, wie der Wiesbadener Kurier berichtet. Eine Wohnung mit 45 Quadratmetern in einem Mehrfamilienhaus sollte die Altersvorsorge sein. Ein Investment der Kategorie „Anlageklasse Stein und Beton“, so die Vermarkter. Doch genau das war die Wohnung für Doris Schmitt, die nun Privatinsolvenz angemeldet hat, nicht. Für die Frau hat die Sache ihr Leben kaputt gemacht. Scheinbar konnten nicht einmal mehr Produkte wie ein Onlinekonto ohne Schufa oder eine Schuldnerberatung helfen, um die Privatinsolvenz abzuwenden. Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? Sind Immobilien nicht eigentlich die sicherste Anlageform überhaupt?

Schuld bei vielen Beteiligten

Im Jahr 2009 entschied Doris Schmitt sich für das Investment in die Wohnung mit 45 Quadratmetern. Die Finanzierung stelle damals die Commerzbank bereit – eine Vollfinanzierung, die durch die laufenden Mieten beglichen werden sollte. Der erste Schuldige ist für Schmitt, wie so oft bei Fällen, in denen Schulden und Produkte wie das Onlinekonto ohne Schufa vorkommen, die Bank. Bei der Commerzbank habe es für die Frau, die in eine Immobilien investierte, nicht ein einziges persönliches Beratungsgespräch gegeben. Bei einem Investment in sechsstelliger Höhe und einer Vollfinanzierung eigentlich nicht zu fassen. Die Commerzbank entschied sich dennoch für eine Finanzierung ohne Beratung – ein folgenschwerer Fehler, wie sich schon wenige Monate später zeigen sollte.

Dubiose Immobiliengesellschaft

Doch Schmitt sieht die Schuld nicht nur bei der Commerzbank, sondern hauptsächlich bei der Handelsgesellschaft, die ihr die Immobilie – heute vollkommen unbewohnbar – angedreht hatte. Die Bauarbeiten wurden nie fertiggestellt, mehr als ein unbewohnbares Loch ist die angebliche Wohnung mit zwei Zimmern nicht. Miete hat Schmitt nie bekommen – das Darlehen konnte sie entsprechend nie auch nur annähernd bedienen. Die Casa Art Immobilien Handelsgesellschaft, die ihr die Immobilie angedreht hatte, heißt heute GVW Grundvermögen und hat Gesamtverbindlichkeiten von 16,5 Millionen Euro – eine Firmenleiche wie sie im Buche steht. Als einer der wichtigsten Drahtzieher hinter der Firma, die wohl nur der Teil eines Netzwerks aus Betrügern und Betrugsfirmen war, ist Axel K. Er sitzt gerade eine Haftstrafe wegen einer anderen Betrugssache ab. Selbst brüstet er sich damit, dass er nie auf Produkte wie ein Onlinekonto ohne Schufa setzen müsse, weil er genug Geld zur Seite geschafft habe.

Zahlreiche Geschädigte durch Immobilienskandal

Für die Geschädigte blieb am Ende nur die Privatinsolvenz. Ihre Schulden hat sie selbst nie in den Griff bekommen. Das gilt auch für viele andere Investoren, die sich zum Kauf drängen haben lassen, ohne die Wohnung je gesehen zu haben. Insgesamt wurden wohl mehrere Millionen Euro vernichtet. Heute gehört die Immobilie einem kasachischen Investor. Bei der Zwangsversteigerung wurde das gesamte Objekt für 47.000 Euro verkauft, danach wohl weiterverscherbelt. Ob aus den 45 Quadratmetern und den vielen anderen Wohnungen, die einst mit großen Versprechungen beworben wurden, je ein bewohnbares Objekt wird, bleibt offen. Für Schmitt kommt das allemal zu spät.

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