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18.10.2015

Spielsucht bringt 25-Jährigen vor Gericht

Ein 25-Jähriger aus dem Raum Tauberbischofsheim musste sich vor kurzem in Wertheim vor Gericht verantworten. Der junge Mann hatte – obwohl er die Gegenstände überhaupt nicht besaß – Produkte bei Ebay zum Verkauf angeboten und dadurch insgesamt knapp 6.000 Euro eingenommen. Benötigt hat er das Geld, um seine Spielsucht zu finanzieren. Ein volles Geständnis und ein trauriges Schicksal. Der Fall eines 25-Jährigen, der sich in Wertheim vor Gericht verantworten musste, liest sich wie ein Lehrbuchfall für eine gescheiterte junge Existenz. Gescheiterte berufliche Ambitionen, Spielsucht und Betrug als Ultima Ratio. Der 25-Jährige versprüht keineswegs auf den ersten Blick kriminelle Idee, was auch die Staatsanwaltschaft dem jungen Mann zu Gute hielt. Am Ende standen für den jungen Herrn eine Freiheitsstrafe von neun Monaten auf Bewährung und eine monatliche Wiedergutmachungszahlung von 250 Euro an seine Gläubiger. Ein relativ mildes Urteil, das aber eben auch mit dem umfassenden Geständnis und dem schweren Schicksal des jungen Mannes zusammenhängt.

Gegenstände für 5.950 Euro bei Ebay verkauft

© Dana Rothstein | Dreamstime Stock Photos

Auf die Anklagebank ist der junge Mann erst dadurch gekommen, weil er kein Geld mehr hatte. Anstatt sich auf eine Schuldnerberatung und ein Onlinekonto ohne Schufa zu stützen, versuchte er erst, sich bei Freunden und Bekannten Geld zu leihen. Als das nicht mehr klappte, nahm er einen Kredit auf. Als auch dieser aufgebraucht war, entschied er sich für die betrügerische Masche. Er suchte im Internet nach Bildern von modernen Elektronikprodukten wie Spiegelreflexkameras und Handys und stellte dann Inserate bei Ebay Kleinanzeigen ein. Dort schlugen innerhalb kürzester Zeit mehrere Käufer zu und überwiesen dem 25-Jährigen insgesamt 5.950 Euro. Nur von ihren Waren haben die Käufer seitdem nichts gesehen, denn der junge Mann hatte keines der Geräte, das er zu verkaufen angab, auch wirklich.

Arbeitslosigkeit und Spielsucht

Ein mildernder Umstand für den Mann, der lieber früher auf ein Produkt wie das Online Konto ohne Schufa gesetzt hätte, ist der Grund, wegen dem er in die Privatinsolvenz abgerutscht ist. Wie sich an seinen Kontobewegungen nachvollziehen ließ, hat er sein komplettes Geld für Glücksspiel ausgegeben, wie die im Fall ermittelnde Polizeiinspektion vor Gericht zu Protokoll gab. Auch der junge Mann selbst gab zu, dass die Spielsucht ihn erst in seine schwierige finanzielle Lage gebracht habe. Dazu kam, dass der 25-Jährige seinen Job verlor und auf einmal nicht mal mehr auf sein regelmäßiges Einkommen setzen konnte, um seine Spielsucht zu finanzieren. Anstatt in diesem Moment auf eine Sucht- eine Schuldnerberatung und ein Online-Konto ohne Schufa zu setzen, entschied sich der junge Mann für eine Betrugsmasche.

Junger Mann auf dem Weg der Besserung

Der Gericht hielt dem 25-Jährigen allerdings zu Gute, dass er sich mittlerweile auf dem Weg der Besserung befände. Der Betrüger hat mittlerweile eine neue Ausbildung begonnen, um zumindest in diesem Bereich wieder Fuß zu fassen. Sein mageres Ausbildungsgehalt will er durch einen Teilzeitjob in einem Lebensmittelhandel aufbessern. Davon soll auch das Geld kommen, um die 250 Euro Wiedergutmachung im Monat zu bezahlen. Für die Spielsucht bleibt dann allerdings kein Geld mehr, doch auch diese zu bekämpfen gehört zu den Bewährungsauflagen. Insgesamt drei Mal muss der junge Mann zu einer Suchtberatungsstelle.

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