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17.08.2017

Österreich überarbeitet die Privatinsolvenz

Bildquelle: © Maxexphoto | Dreamstime Stock Photos

Die Verbraucherinsolvenz ist in Deutschland ein Mittel, das von einer sechsstelligen Zahl an Verbrauchern in Anspruch genommen wird. In Österreich ist die Zahl deutlich geringer. Das lag bislang auch daran, dass die Verbraucherinsolvenz deutlich komplexer war als in Deutschland. Für einen erfolgreichen Privatkonkurs war es bislang notwendig, dass man mindestens zehn Prozent der Gesamtschulden zurückgezahlt hat. Zudem war das Verfahren auf einen Zeitraum von sieben Jahren angelegt. In Deutschland liegt die Dauer eines Privatinsolvenzverfahrens im besten Fall bei sechs Jahren. Zudem gibt es keine zwingende Mindestquote der Rückzahlung. Doch auch in Österreich ändert sich viel, denn die Privatinsolvenz im Alpenstaat wird reformiert.

Mindestrückzahlung fällt auch in Österreich weg

In Österreich haben Verbraucher den Nachteil, dass sie nicht auf ein Produkt wie das Onlinekonto ohne Schufa setzen können. Gute Schuldnerberatungen gibt es aber auch in Österreich. Dennoch ist es für die Bürger im Nachbarland bislang deutlich schwieriger gewesen, ihre Schulden wieder loszuwerden. Das lag allen voran auch an der Mindestrückzahlung im Verbraucherinsolvenzverfahren. So war es festgeschrieben, dass die Schulden mindestens zu zehn Prozent zurückgezahlt werden müssen. Diese Regel galt unabhängig davon, wie viele Schulden ein Verbraucher mit in die Insolvenz genommen hat und wie viel er während der sogenannten Abschöpfungsphase verdient hat. Damit war es für einige Verbraucher, die etwa durch eine Firmeninsolvenz in Finanznöte geraten sind, nahezu unmöglich, die eigenen Schulden überhaupt wieder abzubauen.

Privatinsolvenz dauert nur noch maximal fünf Jahre

In Deutschland entscheiden sich einige Menschen, die auf ein Onlinekonto ohne Schufa setzen, auch deshalb für die Privatinsolvenz, weil sie ein Ende der Schulden nach sechs Jahren verspricht. In Österreich war bislang zwingend ein Jahr mehr notwendig. Zukünftig sind die Österreicher dagegen gegenüber den Deutschen sogar bessergestellt. Das Insolvenzverfahren endet zukünftig nach spätestens fünf Jahren – ohne jegliche Bedingungen. Wer sich an die Regeln hält, der erhält nach fünf Jahren die gesamten Schulden erlassen – unabhängig von einer Rückzahlung. Gerade darüber wurde bei der Debatte um das neue Privatinsolvenzrecht viel gestritten. Schlussendlich hat sich die Politik allerdings für diese sehr verbraucherfreundliche Variante entschieden – alle Menschen mit Schulden dürften sich darüber freuen.

Arbeitslose müssen sich einen Job suchen

Interessant sind auch die Detailregeln in puncto Arbeitslosigkeit. Wer während des Insolvenzverfahrens keinen Job hat, muss sich konkret um einen Job bemühen. Um dies nachzuweisen, werden die Verbraucher jedes Jahr einmal vor Gericht vorgeladen, um ihre Bemühungen preiszugeben. Nur wer auch nachweisen kann, sich wirklich um einen Job zu bemühen, kann sich auf ein Ende der Abschöpfungsphase freuen. Gelingt das, ist auch ein Ende der Insolvenz ohne jegliche Rückzahlung nach fünf Jahren möglich. Auch ein sogenannter Zahlungsplan – bislang eine verpflichtende Voraussetzung – existiert für Menschen ohne Arbeitseinkommen zukünftig nicht mehr. Trotz der Tatsache, dass Verbraucher in Österreich nicht auf ein Onlinekonto ohne Schufa setzen können, haben sie es bei der Privatinsolvenz zukünftig nicht mehr ganz so schwer.


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