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24.11.2014

Strafzinsen an der Tagesordnung

Schon lange sorgen stetig sinkende Zinsen für Furore. Wer heutzutage noch Geld anlegt, dem wird ein Zinssatz von einem Prozent und weniger gewährt. Wer Glück hat, kriegt ein bisschen mehr. Die EZB verhängte im Frühjahr diesen Jahres einen Strafzins von 0,2 Prozent, um die Wirtschaft anzukurbeln. Geld soll nicht mehr schlummern, sondern im Umlauf seinen Zweck erfüllen – mehr Kredite vergeben und die Investitionsbereitschaft fördern sind die Ziele, die die Europäische Zentralbank mit dieser Strafe verfolgt. Nun geht das Ganze auf die Kappe mehrerer Unternehmen: immer mehr Banken und Sparkassen legen den Strafzins auf ihre großen Anleger um.

Erst die Skatbank, jetzt die Commerzbank

Die Deutsche Skatbank machte zum 1. November den Anfang: Strafzinsen von 0,25 Prozent müssen fortan beispielsweise auf Tagesgeld-Einlagen über 500.000 Euro gezahlt werden. Zu diesem Zeitpunkt hieß es, dass die Bank aus Thüringen ein Einzelfall bleiben würde. Falsch. Die DZ Privatbank in Luxemburg verhängt seit Mitte November einen Strafzins von 0,25 Prozent für Fonds (Bargeldeinlagen mehrerer Anleger für den Fall, dass beispielsweise Kunden Geld abziehen wollen). Union Investment (bieten Anlagelösungen für Privatkunden) ist ein großer Kunde und wird nun mit dem Negativzins belastet. Die Düsseldorfer WGZ Bank – Zentralbank der Volks- und Raiffeisenbanken in Rheinland und Westfalen – erhebt nur knapp eine Woche später Strafzinsen für einzelne Großkunden. Die Commerzbank folgt mit Negativzinsen „für einzelne große Firmenkunden mit hohen Guthaben“ sowie „Großkonzernen und institutionelle Anleger“. Als zweitgrößte Bank Deutschlands geriet sie damit in der letzten Woche in die Schlagzeilen.

Was uns die Zukunft bringt

geld-sparenVolker Wittberg, Professor für Mittelstandsmanagement an der FH des Mittelstands in Bielefeld und Leiter des Instituts für den Mittelstand (IML) in Lippe, winkt in einem Interview mit der WirtschaftsWoche ab wenn es um Strafzinsen für den Mittelstand geht, weil „viele Banken ja gute Geschäfte mit Mittelständlern machen und diese sicher nicht als Kunden vergraulen wollen". Den Nullzins hält Wittberg für wahrscheinlicher. Eventuell treffen die derzeitigen Strafzinsen den normalen Bürger bei der DZ Privatbank, da auch viele Kleinanleger in Fonds investieren. In der Regel sind Privatanleger und Normalsparer aber aktuell nicht betroffen. Den großen Gewinn verzeichnet aber kein Sparbuch oder Tagesgeldkonto mehr. Wer etwas aus seinem Geld machen will, der muss einen anderen Weg einschlagen. Aktien scheinen eine lukrative Möglichkeit, aus dem privaten Vermögen mehr zu machen. Der Deutsche, der sein einfaches Sparbuch liebt, muss sich in Zukunft mit Alternativen beschäftigen, denn wer fortan kein Risiko eingeht, der baut auch kein Vermögen auf, sondern zahlt am Ende vermutlich noch drauf. Bildquelle: © Piotr Majka | Dreamstime Stock Photos

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