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23.08.2015

Thomas Middelhoff muss sich von seiner Villa trennen

Für Thomas Middelhoff wird es immer ernster. Der frühere Top-Manager von Arcandor und Bertelsmann hatte vor wenigen Monaten Privatinsolvenz angemeldet – in nächster Zeit soll daher nun seine geliebte Villa in Bielefeld veräußert werden. Das altehrwürdige Anwesen gehörte vor Middelhoff der bekannten Unternehmerfamilie Oetker. Ein Onlinekonto ohne Schufa kann oft die Lösung sein, um die eigene Verschuldung in den Griff zu bekommen – das gilt aber nicht bei Thomas Middelhoff. Der ehemalige Top-Manager soll laut dem Rechercheverbund von Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR insgesamt Schulden in Höhe von 104 Millionen Euro angehäuft haben. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wollte der Insolvenzverwalter diese Summe allerdings nicht bestätigen. Vielmehr wies er darauf hin, dass Thomas Middelhoff auch noch Forderungen gegenüber einigen Gläubigern habe. Die wirklichen Gesamtschulden von Middelhoff können wohl erst dann berechnet werden, wenn alle Gerichtsprozesse beendet sind. Könnte ein Online-Konto ohne Schufa also doch noch eine Möglichkeit sein, um die Schulden zu bekämpfen. Wohl kaum, denn Experten gehen davon aus, dass Middelhoff nur mit einer Privatinsolvenz noch eine Chance hat, je wieder ein Leben ohne Schulden zu führen.

Verkauf der prächtigen Villa

© Anatoliy Babiychuk | Dreamstime Stock Photos

In einem ersten Schritt will der Insolvenzverwalter nun die altehrwürdige Villa von Thomas Middelhoff in Bielefeld veräußern. Der Wert des Anwesens wird auf mehr als drei Millionen Euro geschätzt. Nicht nur die Immobilie selbst ist viel wert, auch der sentimentale Wert ist keineswegs zu unterschätzen. Vor Middelhoff gehörte die Villa einer der bekanntesten Unternehmerfamilie in Deutschland. Die Oetkers lebten über mehrere Jahre in dem Prachtanwesen, für das nun ein neuer Besitzer gesucht wird, der möglichst viel Geld bezahlt. Auch andere Immobilien, die Middelhoff noch gehören – darunter einige Eigentumswohnungen – sollen verkauft werden und zu Geld gemacht werden, sodass die Gläubiger zumindest teilweise ausgezahlt werden können.

Gläubiger müssen Forderungen anmelden

Wie kompliziert die Privatinsolvenz von Middelhoff ist, zeigt sich auch an der Anzahl der Gläubiger. Experten schätzen die Zahl auf mehr als hundert Geschädigte. Bis zum 31. August sollen diese nun ihre Forderungen angeben und dem Insolvenzgericht vorliegen. Bis zum 21. September werden alle Forderungen dann vom Insolvenzgericht auf ihre Richtigkeit geprüft. An diesem Tag soll dann eine Versammlung aller Gläubiger stattfinden, in der ein erster Überblick über die Schulden, Forderungen und mögliche Vermögensgegenstände gewonnen werden soll. Erst danach wird man wohl auch objektiv einschätzen können, wie schwierig die Lage von Middelhoff wirklich ist. Fest steht aber schon heute, dass ein Produkt wie das Onlinekonto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung nicht wie in anderen Fällen die Lösung sein können.

Middelhoff schweigt seit Wochen

Thomas Middelhoff selbst, der seit Monaten schwer erkrankt ist, schweigt derweil. Der ehemalige Top-Manager, der sich vor den Gerichtsprozessen nur selten vor Kameras versteckte, will sich seit Wochen nicht mehr äußern. So hat Middelhoff weder zu seiner Privatinsolvenz noch zu den Vorwürfen, er habe sein Vermögen an andere Familienmitglieder verschoben, geäußert. Vielmehr hofft Middelhoff wohl, dass sein Schweigen ihm weitere Probleme erspart. Experten gehen davon aus, dass Middelhoff nach seiner Zeit im Gefängnis möglicherweise wieder ein ganz normales Leben führen kann. Zwar dürfte Middelhoff während der Wohlverhaltensphase nur auf dem Existenzminimum leben, Unterstützung von Familienmitgliedern und Freunden dürfte er allerdings dennoch erhalten. So könnten die Effekte einer Privatinsolvenz zumindest abgemildert werden.

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