Blog von Onlinekonto.de

Aktuelle News, Berichte und Hintergrundinformationen

Unser Onlinekonto-Blog berichtet nicht nur über Neuerungen am Produkt. Wir beleuchten die aktuellsten Themen rund um Onlinekonten, Prepaid MasterCards und Co. Dabei bleiben lohnt sich!

Service rund um die Uhr

Sie haben Fragen?
Wir helfen Ihnen gerne weiter.
Hotline
26.12.2016

Überschuldung nimmt selbst im reichen Bayern zu

Die Zahl der überschuldeten Verbraucher in Deutschland ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Insgesamt sollen mittlerweile mehr als sieben Millionen Menschen am Rande der Privatinsolvenz leben. Zahlreiche Menschen helfen sich in dieser Situation mit einer Kombination aus dem Online-Konto ohne Schufa und einer Schuldnerberatung weiter. Doch reicht das? Selbst reiche Bundesländer sind beim Thema Überschuldung nicht außen vor. Ein Beispiel gefällig? In Bayern ist die Zahl der Überschuldeten im Jahr 2017 um über sieben Prozent gestiegen. Die enorm gute wirtschaftliche Lage, die hohe Beschäftigung, die steigenden Löhne – all das scheint keinen Einfluss darauf zu haben, dass immer mehr Verbraucher mit Armut zu tun haben. Wie kann es sein, dass sogar in Bayern die Zahl der Überschuldeten zunimmt? Wie kann es sein, dass selbst in reichen Bundesländern immer häufiger auf Produkte wie das Online-Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung gesetzt werden muss? Die Gründe dafür sind leider nicht leicht erklärbar und deutlich vielfältiger als mancher einer denkt.

Mehr als jeder Zehnte Augsburger ist überschuldet

© John Valenti | Dreamstime Stock Photos

Besonders kritisch sind die Zahlen bei der Überschuldung, wenn man in Großstädte blickt. Ein gutes Beispiel dafür ist Augsburg. Die Großstadt ist eigentlich für ihre gute wirtschaftliche Situation und hohe Lebensqualität bekannt. Doch diese hohe Qualität genießen wohl nicht allzu viele Augsburger. Ganze elf Prozent der Augsburger leben in Überschuldung – so viele wie nirgendwo sonst in Bayern. Doch auch in anderen Städten wie Kempten, Memmingen und Kaufbeuren (hier ist die wirtschaftliche Lage allerdings auch schwächer) liegt die Quote im zweistelligen Bereich. In München sind etwa acht Prozent der Menschen überschuldet, auch in anderen Großstädten wie Nürnberg oder Regensburg sieht es nicht wirklich besser aus. Einzig auf dem Land ist die Quote mit fünf bis sieben Prozent auf einem niedrigen Niveau.

Überschuldung durch hohe Lebenshaltungskosten

Dass so viele Menschen auf ein Online-Konto ohne Schufa setzen müssen, liegt auch an den hohen Lebenshaltungskosten. In immer mehr deutschen Städten steigen die Mieten seit Jahren extrem schnell. In manchen Städten sind die Mieten seit der Jahrtausendwende um bis zu 50 Prozent gestiegen. Die Gehälter sind gleichzeitig nicht annähernd so schnell gewachsen. Auch wenn die Inflation sich in den letzten Jahren kaum nach oben bewegt hat, sind die Lebenshaltungskosten in Großstädten immer weiter gestiegen. Das führt zu einem Missverhältnis zum Lohn und am Ende dazu, dass immer mehr Großstädter von einer potenziellen Überschuldung betroffen sind. Da überrascht es wenig, dass immer mehr Menschen auf ein Online-Konto ohne Schufa setzen müssen.

Positive Tendenz bei den Jungen, negative bei den Alten

In allen Bundesländern zeigen sich derweil beim Thema Überschuldung zwei Trends: Die über 60-Jährigen sind immer häufiger von einer Überschuldung betroffen, die unter 30-Jährigen nach einem gegenläufigen Trend in den Vorjahren mittlerweile wieder seltener. Dass immer mehr ältere Bürger auf ein Online-Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung setzen müssen, liegt allerdings auch daran, dass die Quote in dieser Altersgruppe schon immer sehr niedrig war. Es handelt sich also einen Anstieg auf niedrigem Niveau. Dennoch ist die Entwicklung bedenklich und zeigt: Die Altersarmut ist und bleibt ein Problem in Deutschland. Auch deshalb heißt es: Rücklagen sind der beste Schutz vor Überschuldung – in allen Altersgruppen.

Weitere News lesen Sie unter Kreditkartennews