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10.12.2015

Ungerechtfertigte Drohungen von Inkassobüros

Als „bedrohliche Plage“ beschreibt der Bundesverband der Verbraucherzentralen in einer aktuellen Studie unseriöse Inkassounternehmen. Diese drastischen Worte haben einen Grund, denn die Verbraucherzentrale hat herausgefunden, dass 84 Prozent der untersuchten Inkassoschreiben auf einer ungerechtfertigten Hauptforderung beruhen. Bei gerade einmal einem Prozent ließ sich zweifelsfrei feststellen, dass die Forderung berechtigt ist. Gerade einmal jede 100. Forderung von Inkassounternehmen beruht laut einer Studie des Bundesverbands der Verbraucherzentralen auf einer rechtlich einwandfreien Hauptforderung. Ganze 84 Prozent dagegen beruhen zweifelsfrei auf einer ungerechtfertigten Hauptforderung. Wer auf ein Onlinekonto ohne Schufa setzt und in der Vergangenheit bereits mit Inkassobüros zu tun hatte, der wird das Muster kennen. Man erhält eine Inkassoforderung, kann diese aber nicht nachvollziehen. Das Inkassobüro allerdings will sich nicht um eine Erklärung bemühen, sondern setzt stattdessen auf eine Verschleierungstaktik. Aus Angst vor einer negativen Schufa zahlen viele Verbraucher – ohne, dass sie das überhaupt müssten.

Die Drohung mit der Schufa

SCHUFA Holding AGEines der Hauptmittel, mit denen Inkassounternehmen Druck ausüben, sind sogenannte Drohungen mit einem Schufa-Negativeintrag. Darauf fallen besonders diejenigen Verbraucher rein, die nicht auf ein Online-Konto ohne Schufa und damit noch mehr auf eine gute Schufa-Score angewiesen sind als andere. Doch diese Drohung mit einem Schufa-Negativeintrag ist grundsätzlich nur in den seltensten Fällen in rechtlicher Hinsicht einwandfrei. Möglich ist eine solche Drohung eigentlich nämlich nur dann, wenn die Hauptforderung anerkannt wird oder zweifelsfrei nachzuvollziehen ist. Dann muss ein Inkassobüro sogar darüber informieren, dass ein Schufa-Eintrag erfolgt (die sogenannte Vorabinformationspflicht). In vielen Fällen allerdings drohen die Inkassobüros stattdessen mit einem weiteren Schufa-Eintrag (zu einem bereits bestehenden zum Zahlungsausfall hinzu) oder wenden Aufforderungen an, deren Hauptzweck nicht die Vorabinformation ist. Stattdessen steht in diesen Schreiben der schnelle Erhalt von Geld im Vordergrund – das ist verboten.

Anwälte können oft helfen

Wem in einem Inkassoschreiben mit einem negativen Eintrag gedroht wird, der sollte noch einmal genau überprüfen, ob es sich um eine gerechtfertigte Forderung handelt oder nicht. Ist die Forderung zweifelsfrei rechtmäßig, sollte man eine Zahlung nicht aufschieben, sonst riskiert man tatsächlich einen negativen Schufa-Eintrag. Kommt einem die Forderung dagegen Spanisch vor oder ist sie zumindest umstritten, sollte man sich dagegen lieber Hilfe suchen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen bieten Verbraucherschutzzentralen und auch Schuldnerberatungen Hilfe an, wenn es an ungerechtfertigte Schufa-Einträge geht. Zum anderen ist manchmal auch ein Einsatz eines Anwalts sinnvoll, denn dieser kann das Inkassobüro zurückschrecken. Im akuten Fall kann ein ungerechtfertigter negativer Schufa-Eintrag so verhindert werden.

Nie den Überblick über die Finanzen verlieren

Egal ob man sich mit einem Onlinekonto ohne Schufa absichert oder nicht, man sollte zu keinem Zeitpunkt den Überblick über die eigenen Finanzen verlieren. Zu groß ist das Risiko bei einem Überblicksverlust nicht einmal mehr zu wissen, welche Forderungen gerechtfertigt sind und welche nicht. Das führt dazu, dass man Rechnungen begleicht, die man überhaupt nicht begleichen müsste. Andere Zahlungen bleiben dafür liegen, obwohl sie eigentlich erfolgen sollten. Das führt in eine böse Spirale, die tatsächlich eine gravierende Verschlechterung der Bonität mit sich bringen kann. Das sollte man mit allen Mitteln verhindern – auch dann, wenn man auf ein Online Konto ohne Schufa setzt!

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