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10.07.2017

Welche Rolle hat ein Treuhänder bei einer Privatinsolvenz

Bildquelle: © Radu Razvan Gheorghe | Dreamstime Stock Photos

An sich klingt der Begriff Treuhänder gar nicht so negativ. Viel unbeliebter ist dagegen das Wort Privatinsolvenz. Doch die Insolvenz und der Treuhänder stehen in einem direkten und engen Verhältnis. Warum? Weil jeder Verbraucher in der Privatinsolvenz einen solchen Treuhänder zur Seite gestellt bekommen. Auch wer gleichzeitig mit einem Online-Konto ohne Schufa und einer Schuldnerberatung gegen die Schulden ankämpfen, „darf“ sich über die zusätzliche Unterstützung eines Treuhänders freuen. Doch der Treuhänder ist im Normalfall nicht gerade beliebt, trifft er doch alle Entscheidungen für einen Verbraucher in der Privatinsolvenz. Die eigene Selbstbestimmung aufzugeben – das ist für die meisten Menschen mit Schulden das größte Problem. Gerade deshalb setzen so viele Menschen auf ein Online-Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung, um eine Privatinsolvenz noch zu verhindern.

Wann nimmt ein Treuhänder seine Aufgabe auf?

Der Treuhänder steht in direkter Verbindung zur Privatinsolvenz. Das heißt konkret: Der Treuhänder nimmt seine Tätigkeit auf, sobald das Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Zu Beginn verschafft sich ein Treuhänder einen Überblick über die finanzielle Situation. Das heißt konkret, dass man als Verbraucher einen tiefen Einblick gewähren lassen muss. Das Gehalt, andere Einnahmen, die eigenen Ausgaben sowie alle Schulden werden vom Treuhänder genau unter die Lupe genommen. Danach wird ausgewertet, wie viel Geld jeden Monat für den Schuldendienst – also die Rückzahlung der Schulden an Gläubiger – übrig bleibt. Alle möglichen Überschüsse fließen in die sogenannte Insolvenzmasse. Aus dieser werden dann die Gläubiger bedient.

Was macht der Treuhänder während der Privatinsolvenz?

Sobald die erste Bewertung abgeschlossen ist, kümmert sich der Treuhänder monatlich darum, das gesamte Vermögen des Schuldners zu verwalten. Der Treuhänder schöpft das Geld ab, das der Schuldner nicht zum täglichen Leben benötigt und führt dieses der Insolvenzmasse zu. Was genau man zum Leben braucht, darf man aber nicht selbst entscheiden. Während einer Privatinsolvenz bleibt einem nur das Existenzminimum, das bei einem Single bei knapp über 1.000 Euro im Monat liegt. Doch der Treuhänder hat in diesem Bereich einen gewissen Spielraum. So kann er beispielsweise entscheiden, welche besonderen Anschaffungen notwendig sind – ein Computer oder ein Handy etwa. Zudem kann er entscheiden, ob ein Verkauf von bestimmten Wertgegenständen – etwa einem Auto – notwendig ist. All diese Entscheidungen trifft ein Treuhänder in Abwägung zur beruflichen Situation. Kurz zusammengefasst: Alles, was für eine erfolgreiche Ausübung der Arbeit oder die Jobsuche notwendig ist, wird gewöhnlich auch genehmigt.

Warum ist der Treuhänder ein so großes Problem?

Wenn man auf ein Online-Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung setzt, erhält man Hilfe. Gleichzeitig hat man aber weiterhin selbst alles in der Hand. Das große Problem bei einem Treuhänder ist dagegen, dass dieser alle Entscheidungen treffen darf. Man darf selbst nichts mehr entscheiden und muss sich auch dann mit einer Entscheidung zufriedengeben, wenn man die Sache anders sieht. Dazu kommt: Der Treuhänder ist kein günstiges Vergnügen. Die Verfahrenskosten – hierzu zählt auch die Gage für den Treuhänder – belaufen sich bei einem normalen Privatinsolvenzverfahren auf einen vierstelligen Betrag.


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