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20.02.2015

Weniger Privatinsolvenzen, mehr außergerichtliche Einigungen

Im letzten Jahr wurde das Privatinsolvenzverfahren grundlegend verändert. Schuldner können sich nun bereits früher von der Schuldenlast befreien. War die Änderung ein Erfolg? Oliver Gothe-Syren, Rechtsanwalt in Hamburg, bezweifelt das. Die Zahl der Privatinsolvenzverfahren hat sogar abgenommen, zugenommen haben stattdessen außergerichtliche Einigungen in Insolvenzsachen. Der Rechtsanwalt Oliver Gothe-Syren hat sich in einem Blog-Eintrag auf 123recht.net mit dem Thema Privatinsolvenz beschäftigt. Er hat als Anwalt oft mit der Thematik zu tun und kann entsprechend über die Entwicklung der Insolvenzen berichten. Inhaber eines Onlinekontos ohne Schufa und alle anderen Schuldner haben seit dem letzten Jahr mehrere Möglichkeiten, ein Privatinsolvenzverfahren zu gestalten. Beendet sein kann die Privatinsolvenz nach drei, fünf oder sechs Jahren. Je nach Situation ist ein früheres Ende als zuvor (sechs Jahre) möglich, manchmal allerdings auch nicht. Kritik am neuen Insolvenzrecht gab es in den letzten Monaten viel. Doch wie sehen eigentlich die Zahlen aus? Gibt es mehr Privatinsolvenzen als noch ein Jahr zuvor? Weniger Privatinsolvenzverfahren in Deutschland rechnungenGrundsätzlich haben sich Inhaber eines Onlinekontos ohne Schufa und andere Deutsche sogar seltener für ein Privatinsolvenzverfahren entschieden als noch ein Jahr zuvor. Wie aus dem Schuldenatlas von Creditreform hervorgeht, ist die Zahl der Insolvenzverfahren stärker gefallen als von vielen erwartet. Gothe-Syren sieht darin aber nicht konkret ein Scheitern des neuen Privatinsolvenzrechts. Vielmehr würden sich die Klagen darüber mehren, dass es zu wenige Beratungsstellen für Schuldner gäbe. Diese hätten oft nicht die Möglichkeit, sich an einen Berater zu wenden – die Wartelisten sind enorm lang. Das könnte schlussendlich dazu führen, dass Insolvenzverfahren hinausgezögert werden. Wer sich zeitgleich immerhin schon einmal für ein Online-Konto entscheidet, der kann seine Schulden vielleicht auch ohne eine Schuldnerberatung in den Griff bekommen. Möglich ist das auch dank der eingebauten Schuldenbremse. Alternativen zum Privatinsolvenzverfahren werden angenommen Zudem, so macht Gothe-Syren deutlich, gäbe es neben einem Privatinsolvenzverfahren mittlerweile auch andere Möglichkeiten, um die Verschuldung hinter sich zu lassen. Immer mehr Betroffene würden den Wert einer außergerichtlichen Einigung erkennen, so der Rechtsanwalt. Die Zahl der außergerichtlichen Einigungen ist in den letzten Jahren entsprechend stark gestiegen. Der Anstieg zeigt auch deutlich, dass nicht weniger Menschen von der Schuldenproblematik betroffen waren, sondern macht vielmehr klar, dass die Deutschen mittlerweile auch Alternativen in Betracht ziehen. Auch die steigende Zahl der Kunden des Onlinekontos ohne Schufa zeigt mehr als deutlich, dass Schulden weiterhin ein großes Problem in Deutschland sind. Trotz modernen Produkten wie dem Online-Konto und kompetenter Beratung schaffen es aber dennoch nicht alle, ein Privatinsolvenzverfahren schlussendlich auch wirklich zu umgehen. Restschuldbefreiung nach drei Jahren ist schwer machbar Weniger klar ist derweil, wie es um das neue Privatinsolvenzverfahren steht. Die Zahlen über neue Insolvenzverfahren können noch gar nicht anzeigen, für wie viele Menschen schlussendlich eine verkürzte Privatinsolvenz möglich ist. Schuldnerberatungen in Deutschland sind sich allerdings einstimmig sicher, dass wohl nur wenige Deutsche ihre Schulden früher loswerden als bisher. Die Hürden für die Restschuldbefreiung sind einfach zu hoch gesetzt. Für Arbeitslose oder Geringverdiener ist eine frühere Restschuldenbefreiung entsprechend fast unmöglich. Hoffnung macht allerdings die Befreiung nach fünf Jahren, denn diese lässt sich auch für Menschen machen, die nicht viel verdienen. Wer jeden Monat etwas auf seinem Onlinekonto ohne Schufa zur Seite legt, der hat gute Chancen, eine Privatinsolvenz bereits nach fünf Jahren hinter sich zu bringen.  

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