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04.03.2015

Wie kommt ein Schufa-Eintrag zustande?

Das Problem ist allgegenwärtig bekannt: Die Schufa kommt Verbrauchern des Öfteren in die Quere. Plötzlich wird einem ein Handy-Vertrag oder gar ein neues Girokonto verwehrt. Doch wieso? Woher bezieht die Schufa eigentlich ihre Informationen und wie kann es sein, dass Menschen unauffällig leben und konsumieren und dennoch negativ bei der Schufa gelistet sind? Eine kleine Übersicht erklärt kurz, wieso/weshalb/warum der Score bei der Schufa beeinträchtigt wird bzw. werden kann.

Wofür ist die Schufa überhaupt gut?

SCHUFA Holding AG

Die heutige Welt ist modern, schnelllebig und geprägt von zahlreichen Kreditgeschäften. Investitionen gehören zu unserem Leben und fast immer müssen dafür Kreditgeschäfte abgeschlossen werden. Ob kleine oder große Beträge – Vertrauen zwischen Geldgeber und -nehmer ist bei diesen Finanzgeschäften unabdingbar. Auch Handy(vertrags)-Verkäufer und Online-Shops wünschen eine Sicherheit, dass ihr (neuer) Kunde auch zahlen kann. In solchen Momenten werden die Arbeiten vom Dienstleistungsunternehmen Schufa miteinbezogen. Die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) sowie andere Auskunfteien speichern Daten und Informationen von Verbrauchern und Unternehmen, um die Entscheidung für eine Kreditvergabe zu erleichtern. Ein neues Girokonto, ein Kreditvertrag, nicht bezahlte Rechnungen – all diese Daten melden die Unternehmen der Auskunftei selbstständig. Sie sind Vertragspartner der Institution. Eine Recherche auf Richtigkeit seitens der Schufa gibt es nicht. Der Dienstleister arbeitet nur mit den Daten, die ihm zugespielt werden. Nur wenige Banken und Handelsunternehmen entscheiden heute noch über ein Kreditgeschäft, ohne vorher eine entsprechende Schufa-Auskunft eingeholt zu haben. Sie gehen auf diesem Weg sicher, dass der Kunde auch „flüssig“ ist und offene Beträge bzw. Raten zahlen kann. Die Schufa in der Kritik Fakt ist: Wer eine positive Zahlungsbereitschaft besitzt, der wird nie Probleme mit der Auskunftei bekommen. Wer jedoch in der Schufa-Auskunft negativ auffällt, der wird in Anlehnung auf diese Einträge oftmals abgelehnt bzw. eingeschränkt behandelt. Doch Kritik am System wird laut. Daten von über 66 Millionen Verbrauchern sowie 4,3 Millionen Unternehmen speichert die Auskunftei mittlerweile – über 700 Millionen Daten befinden sich in den Rechenzentren des Unternehmens. Wie genau das Punktesystem funktioniert, ist nicht bekannt. Doch "Wo gehobelt wird, fallen Späne". Durch die große Masse an Informationen kam es des Öfteren schon zu Problemen bei Verbrauchern. In den Schlagzeilen war die Rede von falschen Einträgen oder unzulässigen Informationen, welche den persönlichen Score beeinflusst haben. Ebenso wurden Namen verwechselt, sodass Verbraucher plötzlich einen falschen Eintrag besaßen. Davon betroffen waren meist Menschen mit weitverbreiteten Namen (Müller, Schmidt und Co.).

Aufbau des persönlichen Schufa-Eintrags

Doch wie funktioniert das System? Anhand welcher Daten wird eigentlich die eigene Zahlungsbereitschaft festgelegt? Persönliche Daten (Name, Geburtsdatum und -ort sowie Anschrift) gehören zum Standard. Die Auskunftei speichert zudem die Anzahl von Girokonten, Krediten und anderen Finanz-Verträgen (Handy, Leasing, etc.). Wichtig: Ein Schufa-Eintrag ist nicht immer negativ. Zu Beginn steht jeder bei der Schufa gut da. Doch nicht bezahlte Rechnungen, ausbleibende Raten sowie auch eine Insolvenz ändern diese Situation. Der persönliche Score wird aber auch durch andere Informationen beeinflusst. Beispiele:
  • Eine direkte Anschrift darf nicht beeinflussen. Wer jedoch in einem "schlechten" Viertel wohnt, indem viele sozialschwache Menschen leben, der wird automatisch herunter gestuft obwohl er zahlungsbereiter sein könnte, als seine Nachbarn es sind. Auch ein häufiger Wohnwechsel, so von Experten vermutet, beeinträchtigt den persönlichen "Punktestand".
  • Mehrere Girokonten, Handy-Verträge oder Kreditanfragen bzw. Verbindlichkeiten schwächen den persönlichen Score bei der Auskunftei. Je mehr die Verbraucher davon besitzen, umso schlechter stehen sie da. Der nächste Vertrag bzw. benötigte Kredit könnte abgelehnt werden.
  • Verbraucher werden immer öfter Opfer von Identitätsdiebstahl. Fremde bestellen im Namen Anderer und bezahlen nicht. Oftmals wird dieser Missbrauch gar nicht bemerkt.
Einträge bei der Schufa verjähren abhängig vom Fall nach ein bis vier Jahren. Giro- und Kreditkartenkonten werden gelöscht, sobald das Konto aufgelöst wurde. Insolvenzen werden für die gesamte Verfahrensdauer – maximal sechs Jahre – bis zum Jahresende gespeichert.

Vorab informieren

Plötzlich wird der Antrag auf ein neues Girokonto bzw. ein Leasing-Auto abgelehnt und nur die Schufa weiß, warum. Solche Fälle sind vermeidbar. Einmal pro Jahr haben Verbraucher das Recht, den persönlichen Stand bei der Schufa kostenlos abzufragen. Dafür muss ein Antrag gestellt werden, der sich lohnt. Scoring-Werte werden im Schreiben detailliert erklärt – wer falsche Daten entdeckt, der kann sich rechtzeitig dagegen wehren. Die Schufa setzt sich mit dem entsprechenden Vertragspartner in Verbindung und prüft explizit, ob dieser Eintrag rechtens ist. Tipp: Seit dem 1. Juli 2012 gibt es eine Anpassung im System. Nichtbezahlte Rechnungen bis zu 2000 Euro können innerhalb von sechs Wochen nach dem Negativ-Eintrag aus dem Register gelöscht werden, wenn diese Schulden im selben Zeitraum beglichen worden sind. Ein Ärgernis bleibt die Auskunftei letztendlich doch für viele. Verbraucher, die in der Privatinsolvenz stecken, werden oft zurückstecken müssen. Kredite werden verwehrt und Anträge auf Girokonten abgelehnt. Wer ein Konto ohne Schufa-Abfrage sucht, der ist mit einem Onlinekonto inklusive MasterCard auf der sicheren Seite. Auch der Besitz eines Onlinekontos sowie die Kreditkarte werden nicht bei der Schufa gemeldet.

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