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13.08.2017

Wirtschaftskriminelle kommen oft zu gut weg

Bildquelle: © Radu Razvan Gheorghe | Dreamstime Stock Photos

Wirtschaftskriminalität in den Details aufzuklären, gestaltet sich teilweise sehr schwierig. Das sieht man immer wieder im Rahmen von großen Wirtschaftsprozessen. Vielfach geht es dabei um ehemalige Geschäftsführer oder Inhaber von Unternehmen, die später in die Pleite gegangen sind. Der Vorwurf ist fast immer gleich: Durch verschiedene Finanzkonstrukte, Untreue oder Steuervergehen sollen die Manager oder Inhaber sich einen finanziellen Vorteil verschafft haben – zulasten des Unternehmens. Das fällt meist erst dann auf, wenn es nicht mehr rund läuft. Nach einer Pleite werden sozusagen die Leichen aus dem Keller geholt – mit schweren Folgen für die ehemaligen Geschäftsführer und Inhaber, die nicht lupenrein gehandelt haben.

Privatinsolvenz steht gewöhnlich bereits fest

Sobald die Anklage erhoben wird, steht bei den meisten Betroffenen bereits fest: Die Zukunft lautet Privatinsolvenz. Vielfach wurde die Insolvenz schon eröffnet, teilweise steht die Eröffnung kurz bevor. Genauso auch in allen prominenten Fällen der letzten Monate und Jahre. Doch eines fällt dabei auf: Keiner setzt auf ein Produkt wie das Online-Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung. Vielmehr scheint es den Betroffenen alles andere als schlecht zu gehen. Eine echte Privatinsolvenz sieht anders aus – so sehen es zumindest die meisten Außenstehenden. Dass es den Betroffenen oft gar nicht so schlecht geht, liegt allen voran daran, dass die Familie oder Freunde aushelfen. Diese wiederum sind oft allerdings nur dank des ehemaligen Vermögens des Managers oder Inhabers reich geworden. Eine verzwickte Situation für Gerichte.

Pfändungen sind oft nur schwer durchsetzbar

Das Problem in Fällen von Wirtschaftskriminalität ist zuallererst, dass sich die Verfahren meist über Jahre hinziehen. Dazu kommt dann, dass Pfändungen sich nur äußert schwierig durchsetzen lassen, wenn das Vermögen nicht mehr im Besitz des Angeklagten ist. Auch wenn ein Mäzen weiterhin einen Porsche fährt, heißt das noch nicht, dass man diesem im Rahmen des Verfahrens oder der Privatinsolvenz pfänden kann – da mögen die Forderungen noch so hoch sein. Das liegt daran, dass in Fällen dieser Art vielfach der Besitz anders geregelt ist. Der Porsche gehört dann der Frau, den Kindern oder den Freunden. Deren Vermögen zu pfänden ist eigentlich kaum möglich – es sei denn, der Angeklagte hat sie erst vor wenigen Jahren (zehn Jahre sind meist das Maximum) beschenkt.

Die Angeklagten kommen oft gut weg

Am Ende führen die komplexen Machenschaften und die unklaren Konstrukte dazu, dass sich die Strafen in Grenzen halten. Auch auf finanzieller Ebene lässt sich durch eine geschickte Verschiebung von Vermögen meist nicht mehr viel machen. So kommen auch diejenigen vergleichsweise gut weg, die eine teils nicht gerade zu vernachlässigende Straftat begangen haben. Leider lässt sich daran auch wenig ändern. Gleichzeitig müssen normale Menschen nach einem Fehler im finanziellen Bereich oft jahrelang auf eine Schuldnerberatung und ein Produkt wie das Online-Konto ohne Schufa setzen – das klingt nach schreiender Ungerechtigkeit.


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