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28.03.2015

Zockergeschäft treibt jungen Mann in die Privatinsolvenz

Währungsspekulationen sind gefährlich, das wissen die meisten Anleger. Was einem 26-jährigen Ingenieur allerdings passiert ist, sprengt jeden Rahmen. Der Mann hatte 2.800 Euro auf eine bestimmte Kursdifferenz des Frankens gesetzt und schuldet seinem Broker jetzt 280.000 Euro. Wie das passieren konnte, ist dem Mann selbst nicht klar. Ihm droht nun die Privatinsolvenz.

© Anatoliy Babiychuk | Dreamstime Stock Photos

Auf ein Online-Konto ohne Schufa setzen gewöhnlich Menschen, die mit der Schufa zu kämpfen haben oder durch Überschuldung in die Privatinsolvenz abgerutscht sind. Dass das auch für Menschen aus der Mitte der Gesellschaft gelten kann, zeigt ein aktuelles Beispiel, über das Spiegel Online berichtet. Ein 26-jähriger Ingenieur hat beim Broker IG Markets 2.800 Euro eingesetzt. Seine Wette ging allerdings nicht auf. Die Verluste belaufen sich aber keineswegs nur auf die eingesetzten 2.800 Euro. Der Online-Broker verlangt stattdessen die Zahlung von 280.000 Euro. Der Ingenieur kann diese Summe niemals aufwenden, ihm droht die Privatinsolvenz. Das Onlinekonto könnte für ihn bald ein sehr interessantes Angebot sein. Währungsgeschäfte bärgen hohe Risiken Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? Der 26-Jährige stand eigentlich auf sicheren Beinen. Nach seinem Studium hat er sofort einen Job bei einem Mittelständler gefunden. Eigentlich steht der junge Mann auch heute noch auf festen Beinen, zumindest, was die Karriere angeht. Verzockt hat er sich allerdings an der Börse, an welcher der Ingenieur nach Informationen von Spiegel Online deswegen gewählt hat, weil Tages- und Festgeldkonten keine Rendite mehr bringen. Der Einsatz des 26-Jährigen, der nur Teile seines Gehalts investierte, war nicht groß. 2.800 Euro überwies er an IG Markets. Davon kauft er sich einen "Contract for Difference" (CFD) – ein hochkomplexes Finanzprodukt, das eine Art Wette auf Währungsdifferenzen ist. Wer trägt die Schuld? [caption id="attachment_705" align="alignleft" width="165"]© Dana Rothstein | Dreamstime Stock Photos © Dana Rothstein | Dreamstime Stock Photos[/caption] Doch wie konnte es passieren, dass der 26-Jährige bald vielleicht keine andere Möglichkeit mehr hat als auf ein Online Konto ohne Schufa zu setzen, um während einer Privatinsolvenz liquide zu bleiben? Bei einem CFD wettet der Broker ein Vielfaches der eingesetzten Beträge auf das Ziel des Investors – er vergibt sozusagen indirekt einen Kredit. Bevor so ein Geschäft zustande kommt, muss der Broker dem Anleger die Risiken aufzeigen. Das habe dieser auch gemacht, so der 26-Jährige. Dennoch hätte er maximal mit Verlusten von einigen tausend Euro gerechnet, so der junge Mann. Dass die eingesetzten Beträge sein Vermögen um ein Vielfacher übersteigen, das hätte der Mann mit Universitätsabschluss nicht für möglich gehalten. Er plant nun möglicherweise gerichtlich gegen IG Markets vorzugehen. Ob die Informationspflicht verletzt wurde, geht aus der Quelle allerdings nicht hervor. Privatinsolvenz als letzter Ausweg Scheitert der 26-jährige Ingenieur vor Gericht oder sieht er von juristischen Schritten ab, bleibt ihm nur noch ein Ausweg: Er muss Privatinsolvenz anmelden. Einen Schuldenberg von 280.000 Euro kann der Gutverdiener unter normalen Umständen nicht abtragen. Unter dem Schutzschirm der Privatinsolvenz könnte das aber gelingen. Dabei würde dem Mann zweifelsohne ein Online-Konto helfen, denn auf diesem lässt sich nicht nur ein Teil des Vermögens pfändungssicher „parken“, auch das Ansparen von kleineren Beträgen für einen vorzeitigen Ausstieg aus der Wohlverhaltensphase ist dank einem Online Konto problemlos möglich. Vielleicht kann der – zumindest in der Karriere – durchaus erfolgreiche junge Mann so bald in ein normales Leben zurückkehren.

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