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05.01.2016

Zwei Horrorszenarien bleiben ohne ernstzunehmenden Effekt

In und nach der Finanzkrise lag die Zahl der Menschen in Deutschland, die Privatinsolvenz anmelden mussten, mehrere Jahre lang bei über 100.000. Die Trendwende hat bereits vor wenigen Jahren eingesetzt, doch der Tiefstand ist 2015 erreicht. Gerade einmal 79.000 Privatinsolvenzen gab es in diesem Jahr – trotz zweier Gründe, die für mehr Privatinsolvenzen sprachen. Dass die Zahl der Privatinsolvenz erneut fast um zehn Prozent gefallen ist und mit 79.000 einen Zehnjahrestiefstand erreicht hat, überrascht viele Experten. Das liegt an zwei Gründen, die eigentlich für eine Erhöhung der Zahl der Privatinsolvenzen sprachen. Da ist einmal die Veränderung des Privatinsolvenzrechts, die vor einigen Monaten durchgeführt wurde. Durch das einfachere Verfahren erwarteten Experten einen Anstieg der Privatinsolvenzen – doch stattdessen setzen Verbraucher auch weiterhin auf alternative Verfahren wie die Entschuldung über ein Onlinekonto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung. Der andere wichtige Grund sind die Niedrigzinsen, die laut mehreren Horrorszenarien dazu führen sollten, dass Banken bei der Kreditvergabe laxer vorgehen und damit die Zahl der Überschuldeten steigen würde.

Das neue Privatinsolvenzrecht bleibt ohne Effekt

© Anatoliy Babiychuk | Dreamstime Stock Photos

Zuerst lohnt sich ein Blick auf das neue Privatinsolvenzrecht. Dieses sollte es Schuldnern einfacher machen, in Zukunft die Privatinsolvenz zu überstehen. Hauptsächlich bezogen sich die Änderungen auf die Länge des Verfahrens. Anstatt wie bislang immer sechs Jahre kann die Privatinsolvenz mittlerweile auch nur noch drei oder fünf Jahre dauern. Verbraucherschützer kritisierten aber von Anfang an, dass die Schwellen viel zu hoch seien. Auch deshalb entscheiden sich wohl weiterhin viele Menschen für eine Entschuldung mit einem Online-Konto ohne Schufa. Die Schwellen für ein Ende der Privatinsolvenz nach drei Jahren etwa umfassen eine Rückzahlung von 35 Prozent der Gesamtschulden sowie die Begleichung der Verfahrenskosten. Nach fünf Jahren muss man nur die Verfahrenskosten aufbringen – gewinnt allerdings nur ein Jahr im Vergleich zur Entschuldung ohne eigene finanzielle Zusatzaufwendungen. Eine wirkliche Wirkung scheint die Änderung entsprechend nicht gehabt zu haben.

Banken bleiben weiterhin hart bei der Kreditvergabe

Auch die besonders laxe Kreditvergabe scheint ausgeblieben zu sein. Es sieht nicht so aus, als würden mittlerweile mehr Menschen auf ein Onlinekonto ohne Schufa setzen müssen, weil sie leichter einen Kredit bekommen haben, den sie nicht mehr zurückzahlen können. Auch wenn die Niedrigzinsen zweifelsohne dafür sorgen, dass mehr Menschen ein Risiko eingehen und einen Kredit aufnehmen, scheinen die Kriterien der Banken nicht gesunken zu sein. Auch wenn die Gesamtzahl der Kredite in Deutschland steigt, gibt es auch weiterhin sehr viele Ablehnungen. Die Institute scheinen aus den Fehlern ihrer amerikanischen Kollegen vor der Finanzkrise gelernt zu haben. Laxe Kredite, die mittelfristig in die Privatinsolvenz führen, sind in Deutschland noch immer ein Mythos.

Privatinsolvenz hat andere Gründe

Die häufigsten Gründe für die Privatinsolvenz bleiben entsprechend auch weiterhin andere. Unter den jüngsten Bürgern, die Privatinsolvenz anmelden, spielt insbesondere ein falsches Konsumverhalten eine wichtige Rolle. Auf die Hilfe einer Schuldnerberatung und einem Online-Konto ohne Schufa sind Menschen aus der Mitte der Gesellschaft dagegen häufig deswegen angewiesen, weil sie einen Schicksalsschlag – etwa die Trennung vom Partner – finanziell nicht verkraften können. Auch Arbeitslosigkeit und eine Überschuldung beim Bau oder dem Kauf einer Immobilie sind wichtige Gründe für die Überschuldung. Die Zahl der Privatinsolvenzen wird derweil aber wohl dennoch weiter fallen.

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