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1,5 Millionen Kinder wachsen mit Hartz IV auf

Mehr als 1,5 Millionen Kinder in Deutschland leben in Haushalten, die Hartz IV beziehen. Die Entwicklung ist trotz gesunkener Zahlen bedenklich.

Die steigende Armut ist und bleibt ein relevantes Thema in Deutschland. Besonders bedenklich ist dabei ohne Frage die steigende Kinderarmut. Auch weiterhin leben mehr als 1,51 Millionen Kinder in Deutschland in Familien, die Hartz IV beziehen. Zwar handelt es sich um einen leichten Rückgang vom Stand von 1,56 Millionen Kindern im Jahr 2018, doch allzu positiv sollte der Blick auf diese Entwicklung deshalb noch nicht sein – noch immer haben viele Kinder in Deutschland auch wegen der Armut des Elternhauses nicht dieselben Chancen wie andere.

Regelsatz bei Hartz IV beträgt nur 250 bis 308 Euro

Dass immer wieder auch Familien auf ein Produkt wie das Online Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung angewiesen sind, liegt auch am niedrigen Hartz IV-Satz für Kinder. Der Regelsatz liegt für Kinder unter sechs Jahren aktuell bei nur 250 Euro monatlich, bei Kindern zwischen 6 und 13 Jahren sind es immerhin 308 Euro. In den allermeisten Fällen reichen diese Beträge allerdings nicht aus, um davon alle relevanten anfallenden Kosten zu decken. Immer wieder kommt es deshalb auch vor, dass Kinder aus prekären Verhältnissen in der Schule mit Mobbing zurechtkommen müssen. Oft beispielsweise, weil sie aus finanziellen Gründen keine Klassenfahrten mitmachen, nur gebrauchte Kleidung tragen oder nicht alle Materialien vorweisen können.

Tagessatz für Essen & Trinken beträgt nur 4,09 Euro

Wie problematisch die Lage für betroffene Kinder durch die sogenannten Regelsätze ist, zeigt ein Beispiel besonders. Lebt ein Kind in einer Hartz IV-Familie, dann ist für bestimmte Bereiche des Lebens immer ein gesonderter Regelsatz vorgesehen. Beispiel Essen & Trinken: Hier liegt der Tagessatz für ein 10-jähriges Kind bei 4,09 Euro. Das heißt konkret: Oft reicht das Geld gerade einmal so für das Mittagessen in der Schulmensa, Frühstück oder Abendessen sind dann aber noch lange nicht bezahlt. Auch in anderen Bereichen fallen die Regelsätze zu niedrig aus, etwa für Bücher – hier gibt es gerade einmal 2,68 Euro im Monat. Das heißt am Ende auch: Kinder von Hartz IV-Empfängern können sich im Jahr gerade einmal ein neues Buch kaufen –ein Skandal.

Verbesserung der Situation ist nicht geplant

"Kinderarmut in einem reichen Land wie Deutschland ist und bleibt ein nicht hinnehmbarer Skandal", sagt auch DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach gegenüber der Wochenzeitung Zeit. Dies kann man so sicherlich bestätigen, denn eine Verbesserung der Situation ist nicht geplant. Für Kinder von Hartz IV-Empfängern bleibt eine soziale Teilhabe und eine gleiche Chance auf gute Bildung weiterhin schwierig – schlechte Nachrichten für 1,5 Millionen Heranwachsende in Deutschland.


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