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Alleinerziehende sind besonders oft systemrelevant

Systemrelevante Berufe waren in den letzten Wochen ein großes Thema – doch besonders Alleinerziehende in diesen Jobs haben es oft schwer.

Systemrelevanz – dieses Nomen haben die meisten Deutschen in den letzten Jahren vermutlich nie verwendet, jetzt allerdings ist es das Buzzword schlechthin. Es geht bei sogenannten systemrelevanten Arbeitsplätzen um die Jobs, die auch in einer Krise notwendig sind. Besonders prominent ist hier sicherlich das Gesundheitssystem, aber auch die öffentliche Verwaltung oder Kassierer in einem Supermarkt gelten nach dieser Definition als systemrelevant. Eine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag hat dazu nun ein bemerkenswertes Ergebnis gebracht: Mehr als 450.000 der hier arbeitenden Verbraucher sind alleinerziehend.

Systemrelevante Berufe sind Domäne der Alleinerziehenden

In Deutschland gibt es rund 1,78 Millionen alleinerziehende Berufstätige, wobei knapp 1,5 Millionen Frauen sind – ein Anteil von 84 Prozent. Was dabei besonders fasziniert ist, wie viele dieser Menschen hierzulande „systemrelevant“ sind, weil sie in einem entsprechenden Beruf arbeiten. Mehr als jeder vierte berufstätigte Alleinerziehende arbeitet demnach in einem systemrelevanten Beruf, 450.000 sind es an der Zahl. Das Problem daran: Die Gehälter in den entsprechenden Berufen sind selten besonders hoch, während es finanziell für Alleinerziehende generell meist knapp ist. Das kann oft in eine finanzielle Falle führen, die mit einer Überschuldung einhergehen kann.

Betreuungsangebote für Kinder sind vielfach nicht ausreichend

Doch es geht nicht immer nur um die Finanzen, welche sich etwa mit einem Produkt wie dem Online-Konto ohne Schufa stabilisieren lassen. Die schwierige Situation rund um das Coronavirus hat auch eine andere interessante Debatte aufgetan: die oftmals fehlenden Betreuungsangebote für Alleinerziehende. Die sogenannte Notbetreuung, die selbst bei Schließung von Kitas und Schulen für diejenigen eingerichtet sein soll, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, funktioniert zwar ordentlich, ist aber nicht umfangreich genug. Doch noch schlimmer wiegt: Vor der Krise war das Betreuungsangebot oftmals viel zu klein, so mussten Alleinerziehende für zusätzliche Betreuung relevante finanzielle Einbußen hinnehmen – obwohl sie sowieso selten viel verdienen.

Systemrelevante Berufe sind oft nicht familienfreundlich

Natürlich sollte man nicht alle systemrelevanten Berufe grundsätzlich in einen Topf werfen, aber üblicherweise sind die Jobs nicht unbedingt familienfreundlich. Bei Tätigkeiten im Gesundheitssektor genauso wie in der Lebensmittelindustrie gehören Schichtarbeit und Arbeit zu Tagesrandzeiten und am Wochenende beispielsweise zum Standard. Genau hier gibt es noch viele Betreuungslücken und oftmals einen zu geringen Schutz der Arbeitnehmer. Dass in solchen Situationen auch die Finanzen oft zu einem Thema werden, da eine teure private Betreuung organisiert werden muss, sollte nicht überraschen. Auch nach der Krise sollte man dieses Thema nicht einfach vergessen. 


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