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Angst vor den Zombieunternehmen

Die Krise rund um das Coronavirus entfaltet mit Blick auf Insolvenzen noch keine allzu starke Wirkugn – das gilt auch für Firmen. Wieso ist das so?

Die Entwicklung der letzten Jahre sieht in Deutschland immer weniger Insolvenzen, sowohl im privaten als auch im wirtschaftlichen Bereich. Mit Blick auf die Erholung der Wirtschaft und den steigenden Wohlstand nach der Finanzkrise im Jahr 2008 ist das grundsätzlich nicht überraschend. Doch der Rückgang der Firmeninsolvenzen fällt besonders stark aus, was nicht nur mit den Entwicklungen zu tun hat – vielmehr spielt eine Lockerung der Insolvenzregeln eine entscheidende Rolle. Immer öfter ist von sogenannten Zombieunternehmen die Rede. Folgen könnte diese Entwicklung mittelfristig auch für Verbraucher in Deutschland haben.

Jedes achte Unternehmen war 2016 ein Zombie

Das Ausmaß der „Zombies“ unter den Unternehmen hat nicht primär damit zu tun, dass das Coronavirus die Wirtschaft aus den Fugen bringt. Eine Studie der OECD sah vielmehr schon im Jahr 2013 mehr als zwölf Prozent des Kapitalstocks in der deutschen Wirtschaft als in solchen Unternehmen gebunden. Die OECD kam 2016 sogar zu dem Ergebnis, dass 15,4 Prozent der deutschen Unternehmen nicht mehr selbst überlebensfähig wären. Definiert werden Unternehmen als Zombie, wenn sie mindestens drei Jahre keine operativen Gewinne erzielt haben, die ausgereicht hätten, die Zinsen und Rückzahlungen für die Schuldenlast zu begleichen.

Negative Profitabilität in allen Branchen

Nach Recherchen der Wirtschaftswoche litt bereits vor der Coronapandemie jede sechste Firma in Deutschland daran, dass sie ihre wirtschaftlichen Reserven auszehre. Diese Unternehmen waren bereits vor der Krise auf dem Weg in die Insolvenz, da die operativen Gewinne nicht ausreichten, um den Schuldendienst zu begleichen. Doch das im Jahr 2008 geänderte Insolvenzrecht, das bei einer Überschuldung keine zwingende Insolvenz mehr vorsieht, sorgt dennoch für das Überleben der Unternehmen. Gerettet haben sich die meisten davon selbst durch die Corona-Pandemie, was besonders an der weiteren Lockerung der Insolvenzregeln nach Beginn der Krise sowie verschiedenen Hilfsleistungen lag. Überschuldet in die Insolvenz mussten deshalb nur wenige Unternehmen, eines der bekanntesten davon war die Restaurantkette Vapiano.

Gefährliche Situation auch für Privatpersonen

Wer nun denkt, dass die wirtschaftlichen Zusammenhänge für das Private keine Rolle spielen, täuscht sich. Die Zombieunternehmen werden für immer mehr Verbraucher zu einer Gefahr, denn sollten mehrere der Firmen in die Insolvenz rutschen, könnten zehntausende Arbeitsplätze auf einmal verloren gehen. Das würde Verbraucher in finanzielle Nöte und gegebenenfalls sogar in die Privatinsolvenz stürzen – ein Dominoeffekt mit schweren Folgen. Zwar können Produkte wie das Online-Konto ohne Schufa und eine Privatinsolvenz in einer solchen Situation helfen, sollte die Insolvenzwelle aber auf einen Schlag kommen, dürfte nicht alle geschützt sein.


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