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Arbeitsmobilität führt in die Schufa-Falle

Berufsbedinge Mobilität wird heute vielfach vorausgesetzt. Doch wer häufig umzieht, der kann in Hinsicht auf die Bonität benachteiligt werden.

„Wir schaffen Vertrauen“ – diesen Leitspruch hat sich die Schufa auf die Fahne geschrieben. Doch die Auskunftei aus Wiesbaden schafft nicht nur Vertrauen, sondern auch sehr viel Misstrauen bei den Bürgern. Das gilt besonders, da gewisse Faktoren eine Rolle für die Bonität spielen können, die eigentlich überhaupt nichts mit dem Finanzverhalten einer Person zu tun haben – auch viele Inhaber eines Online-Konto ohne Schufa kennen das. Ein wichtiger Faktor ist in dieser Hinsicht beispielsweise der Wohnort. Je nachdem, wie viel die Schufa über einen Menschen weiß, fließt die Postleitzahl stärker oder weniger stark in die Berechnung ein – ein verrufenes Viertel kann somit dazu führen, dass man nicht an eine Kreditkarte oder einen neuen Handyvertrag kommt.

Arbeitsmobilität wird von der Schufa bestraft

Die Schufa weist allerdings darauf hin, dass die Postleitzahl nur dann von größerer Bedeutung ist, wenn es ansonsten an Daten zu einer Person fehlt. Anders sieht die Welt beim Thema Mobilität aus, denn bei der Bonitätsberechnung gibt es ein weiteres gravierendes Problem: Verbraucher werden negativer bewertet, wenn sie häufiger den Wohnsitz wechseln. Das gilt besonders in jungen Jahren und häufig auch besonders für Männer. Die Schufa nimmt an, dass der Wohnsitzwechsel etwas mit Schulden zu tun haben könnte. Nur weiß sie genau das in den Einzelfällen eben nicht und nimmt stattdessen jeden Verbraucher in Sippenhaft. Besonders diejenigen, die im Sinne der Arbeitsmobilität für den Job häufiger umziehen, werden durch das System benachteiligt.

Schon zwei Wohnortwechsel sind schädlich

Eine Auswertung von Musterfällen seitens verschiedener Journalisten hat gezeigt: Schon zwei Wohnortwechsel in wenigen Jahren können dazu führen, dass man von der Schufa negativer eingestuft wird, als andere Verbraucher mit ähnlichen Merkmalen. Wer etwa zum Studium wegzieht und danach für den ersten Job noch einmal den Wohnsitz wechselt, könnte schon auf echte Probleme stoßen. Dass man in einer solchen Situation teilweise nur noch Produkte wie Online-Konto ohne Schufa eröffnen kann, ist eigentlich ein Skandal. Die Betroffenen haben in ihrem Leben teilweise nichts falsch gemacht, alle Rechnungen pünktlich bezahlt und sogar das Vorbild der Arbeitsmobilität vorgelebt, die von der Politik immer gepredigt wird. Doch genau das scheint ihnen zum Verhängnis zu werden, denn gerade bei jungen Menschen wird ein häufiger Wohnortwechsel besonders negativ gewertet.

Selten umziehen und in guten Vierteln leben

Die Schufa stellt sich das Musterbild des guten Verbrauchers so vor: Sie oder er sollte möglichst selten umziehen und darüber hinaus das gesamte Leben in guten Vierteln verbringen. Dann zumindest hat der Wohnort keinen negativen Einfluss auf die Bonität. Dass es sich hierbei um eine absolute Wunschvorstellung handelt, muss man nicht diskutieren. Zumal die Problematik sich in den nächsten Jahren noch verstärken wird, sogar in doppelter Hinsicht. Zum einen nimmt die Arbeitsmobilität immer weiter zu. Zum anderen spielen gute und schlechte Viertel in Ballungsräumen immer weniger eine Rolle, denn Verbraucher sind schon glücklich, überhaupt eine Wohnung zu finden. Darüber hinaus verändern sich dank Neubauprojekten und Renovierungen viele Viertel komplett. Das beste Beispiel dafür ist Berlin-Neukölln, noch vor Jahren von der Schufa negativ gewichtet, handelt es sich heute um ein Trendviertel mit überdurchschnittlichen Einkommen. 


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