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12.08.2019

Arm im Alter trotz Grundsicherung

In München ist eine wachsende Altersarmut ein gravierendes Problem – selbst mit Grundsicherung leben ältere Menschen unter der Armutsgrenze.

Großstädte wie München sind ein gutes Beispiel dafür, dass in Hinblick auf die finanziellen Verhältnisse ein relevantes Missverhältnis besteht. Trotz der steigenden Löhne und Lebensverhältnisse in der Großstadt, wächst die Altersarmut – laut einer neuen Erhebung um ganze fünf Prozent pro Jahr. Damit aber noch nicht genug, denn Experten gehen von einer großen Dunkelziffer bei den von Altersarmut bedrohten Verbrauchern aus. Selbst bei den offiziellen Zahlen erwarten Experten bis ins Jahr 2035 insgesamt 26.000 betroffene Rentner allein in München.

Dunkelziffer könnte vier Mal höher liegen

Die Dunkelziffer beim Thema Altersarmut wird dabei allerdings als enorm hoch eingeschätzt. „Wir vermuten, dass die Hemmschwelle, auf das Amt zuzugehen, sehr groß ist“, schätzt die Münchner Sozialreferentin Dorothee Schiwy die Lage gegenüber der Süddeutschen Zeitung ein. Ausgehend vom sogenannten Mikrozensus im Jahr 2015 könnten rund 58.000 Menschen von Altersarmut betroffen sein – damals gaben 22 Prozent der älteren Männer an, unterhalb der Armutsgrenze zu leben. Grundsicherung beziehen dagegen aktuell nur knapp über 15.000 ältere Verbraucher in München. Die Dunkelziffer von denjenigen, die den Gang zum Amt nicht gehen, ist entsprechend enorm.

Mietzuschlag für Städte wie München zu niedrig

Dass manche Betroffene von Altersarmut auch auf ein Produkt wie das Onlinekonto ohne Schufa setzen, ist nicht gerade überraschend, denn Unterstützung von anderer als der staatlichen Seite ist zwingend notwendig. Auch hierfür ist München ein gutes Beispiel. Die durchschnittliche Neu-Miete einer 2-Zimmer-Wohnung ist längst auf einen Betrag von über 1.000 Euro geklettert, dennoch liegt der maximal von der Miete übernommene Anteil des Sozialamtes bei nur 660 Euro. Dazu kommt die Grundsicherung von 445 Euro, die damit sogar noch 21 Euro über dem gesetzlich vorgegebenen Betrag liegt. Dennoch lässt sich mit den maximal 1.105 Euro in München heutzutage kaum mehr leben, zumal auch die Kosten für Konsumgüter in den letzten Jahren stark gestiegen sind.

Armutsgrenze in München liegt bei 1.350 Euro

Dass dieser Zustand eigentlich nicht hinnehmbar ist, zeigt sich auch bei dem Blick auf eine andere Statistik. Laut dem Armutsbericht des Sozialreferats München liegt die Armutsgrenze für Alleinstehende bei 1.350 Euro und damit 245 Euro über dem, was Bezieher der Grundsicherung erhalten. Selbst wer also den Gang zum Amt wagt, erhält am Ende in München meist nicht genug Geld, um über die Runden zu kommen. Schiwy hält entsprechend fest: „Die Lebensräume in der Bundesrepublik sind sehr verschieden“, was eben schlussendlich dazu führt, dass Menschen in Städten wie München selbst als Bezieher der Grundsicherung in die Verschuldung rutschen.


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