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Armut wird in Berlin zu einem immer größeren Problem

Für immer mehr Menschen in Berlin wird die Armut zu einem großen Thema – in einem Stadtteil ist schon mehr als jeder Vierte armutsgefährdet.

Vom Boom in Berlin profitieren keineswegs alle Menschen, vielmehr ist ein Teil der Bevölkerung immer häufiger auf Unterstützung angewiesen und muss beispielsweise auf ein Produkt wie das Online-Konto ohne Schufa setzen. Wie gravierend das Problem ist, zeigt sich besonders gut in den Stadtteilen Neukölln und Spandau. In Neukölln sind 27,4 Prozent der Menschen von Armut bedroht, in Spandau sind es 24,3 Prozent. Zahlen, die jedem zu denken geben sollten.

Armutsberechnung gilt als umstritten

Bedenken sollte man bei den Statistiken zur Armut in Berlin allerdings, wie diese zustande kommen. Der sogenannte Sozialbericht setzt auf eine Berechnungsmethode, die zwar weltweit genutzt wird, allerdings nicht überall anerkannt ist. Die Logik ist dabei wie folgt: Wer weniger als 60 Prozent des Mediannettoeinkommens zur Verfügung hat, gilt als arm. Das heißt konkret: Liegt das Medianeinkommen beispielsweise bei 2.000 Euro, gelten alle Verbraucher als arm, die 1.200 Euro netto oder weniger im Monat verdienen. In Berlin liegt das Einkommen, unter dem Menschen statistisch als arm gelten bei 1.004 Euro, im Bundesschnitt liegt der Wert etwas höher. Das Problem an dieser Berechnung: Wenn alle Menschen mit prozentual gleichem Faktor mehr Geld verdienen, gibt es statistisch auch mehr Arme – dadurch kann die Statistik verzogen werden.

Armut berechnet sich vor Lebenshaltungskosten

Problematisch ist sicherlich auch, dass die Statistik die Armut nur auf das Einkommen bezieht. Nach dieser Logik sind in Berlin 16,5 Prozent der Verbraucher arm, in Brandenburg sind es dagegen beispielsweise nur 15,2 Prozent. Wenngleich beide Zahlen nah beieinander liegen, gibt es faktisch doch einen großen Unterschied: Die Lebenshaltungskosten liegen in Brandenburg im Schnitt signifikant unter denen in Berlin, besonders wegen steigenden Mieten. Das heißt konkret: Auch wenn in Brandenburg nur ein kleineren Bevölkerungsanteil von statistischer Armut betroffen ist, sind die Gefahren in Berlin deutlich größer. Dies zeigt allerdings auch das Dilemma der Hauptstadt auf: Hier ist Armut anders als in einigen anderen Bundesländern nicht nur ein statistisches, sondern ein sehr reales Problem.

Zehn Prozent der Berliner gelten als wohlhabend

Der Sozialbericht zeigt auch eine andere Seite: In Berlin sind laut dem Bericht knapp zehn Prozent der Verbraucher wohlhabend. Berechnet wird auch dieser Wert ausgehend vom Medianeinkommen. As wohlhabend gilt dabei jeder Verbraucher, der mindestens 3.246 Euro netto im Monat verdient. Dennoch bleibt es eine sehr bedenkliche Entwicklung, dass der Boom in Berlin an vielen Menschen vorbeigeht – und manche sogar in die Armut zu stürzen droht.


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