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Basiskonto oft mit überzogenen Gebühren

In Deutschland ist gesetzlich vorgeschrieben, dass jeder ein Konto bekommen muss – doch in der Praxis werden ärmere Menschen oft benachteiligt.

Insgesamt 124 Konten hat die Stiftung Warentest in einem neuen Test unter die Lupe genommen und dabei genau darauf geschaut, ob die Bedingungen des Basiskontos erfüllt werden. Besonders problematisch ist dabei nicht, dass die Banken kein entsprechendes Konto anbieten würden. Sie nehmen den ärmeren Verbrauchern nur sehr viel Geld ab. Im Schnitt liegen die Preise für das Basiskonto deutlich höher als für ein normales Girokonto – ganz anders ist es beim Online-Konto ohne Schufa, das für jeden mit derselben Gebührenstruktur daherkommt.

Die Ärmsten zahlen für das Konto am Meisten

Das Fazit zur Statistik der Stiftung Warentest zeigen das Problem mehr als deutlich auf. So heißt es: "Wer arm ist und kein regelmäßiges Einkommen hat, zahlt für ein Girokonto meist viel mehr als Gehalts- und Rentenempfänger." Eigentlich ist das überhaupt nicht erlaubt, denn das Gesetz schreibt eine Gleichbehandlung von Verbrauchern mit dem Basiskonto vor. Das Problem nur: Die Banken gewähren diese zwar gewissermaßen, allerdings immer nur im Vergleich zum schlechtesten Produkt aus dem eigenen Portfolio. Kunden mit Einkommen können dagegen auch auf bessere Produkte setzen und zahlen somit im Schnitt schlussendlich deutlich weniger.

Kontoführung kostet meist mindestens 100 Euro im Jahr

Schon die Kontoführung ist bei den meisten von der Stiftung Warentest getesteten Produkten äußerst teuer. Bei gerade einmal 47 von 124 Konten lag die Kontoführungsgebühr auf ein ganzes Jahr gerechnet bei weniger als 100 Euro, die meisten Institute nehmen einen Betrag zwischen 100 und 200 Euro. Bei manch einer Bank kostet das Basiskonto sogar über 200 Euro im Jahr – gerade für ärmere Verbraucher ist das ein enormer Betrag. Das Konto kann so sehr schnell in eine Überschuldung führen und ist damit am Ende mehr Risiko als Hilfe. Dies hatte der Gesetzgeber mit dem Basiskonto sicherlich nicht im Sinn.

Sparkassen sind oftmals besonders teuer

Viele Sparkassen hatten schon vor der Einführung das Basiskontos ein sogenanntes Bürgerkonto angeboten, welches ebenfalls oft recht preisintensiv war. Wohl auch deshalb sind in den meisten Regionen auch heute noch die Sparkassen die teuersten Anbieter beim Basiskonto, wenngleich es auch hier große regionale Unterschiede gibt. Generell sieht die Stiftung Warentest allerdings jede Menge Handlungsbedarf, denn die Gebühren sind im Prinzip bei allen Banken zu hoch für Verbraucher ohne Einkommen oder gar Obdachlose. Das Basiskonto muss entweder reformiert werden oder den Banken muss von Gerichten Einhalt geboten werden – die Deutsche Bank beispielsweise hat wegen überhöhten Gebühren bereits einen Rechtsstreit um das Basiskonto verloren.


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