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Benachteiligung von Frauen ist auch bei Krediten ein Thema

Frauen haben es in vielen Lebensbereichen schwerer als Männer, nicht zuletzt beim Gehalt. Doch werden Frauen auch bei Krediten benachteiligt?

Die Diskussion über Gleichberechtigung und Gleichstellung in allen Lebensbereichen gibt es schon viele Jahre. Noch immer, so behaupten nicht nur Experten, gibt es große Unterschiede zwischen den Karrierechancen von Frauen und Männern. Das sieht man bei einem Blick auf die Vorstände im Aktienindex Dax genauso wie bei einer Analyse der Geschäftsführer im Mittelstand. Doch nicht nur die Karrierechancen unterscheiden sich stark, auch beim Einkommen gibt es gravierende Unterschiede. Frauen verdienen auch weiterhin im Schnitt deutlich weniger als Männer. Das liegt nicht nur daran, dass Frauen im Schnitt weniger Stunden arbeiten, denn mehrere Statistiken zeigen, dass Männer selbst bei derselben Stundenzahl im Schnitt mehr verdienen.

Geringeres Gehalt heißt geringere Krediterfüllungswahrscheinlichkeit

Das im Schnitt niedrigere Einkommen von Frauen hat nicht nur Folgen für das eigene Konto, sondern auch für viele andere Lebensbereiche. Sucht man beispielsweise eine Wohnung, spielt das Nettoeinkommen eine große Rolle. Verdient eine Frau weniger als ein Mann, bekommt sie die Wohnung mit einer größeren Wahrscheinlich nicht – der Vermieter will sich eben lieber durch ein höheres Einkommen absichern. Noch problematischer wird das Einkommen, wenn es um einen Kredit gibt. Wie die Vergleichsplattform Verivox herausgefunden hat, bekommen Frauen insgesamt knapp 30 Prozent seltener einen Kredit als Männer, die über die Online-Plattforme einen Kreditantrag stellen. Der Grund: Die Krediterfüllungswahrscheinlichkeit ist im Schnitt geringer, was wiederum auf das geringere Gehalt zurückgeht. Wer weniger verdient, der hat es schlichtweg schwerer, einen Kredit wieder vollständig zurückzuzahlen.

Höhere Zinsen für Frauen bei allen Krediten

Die Untersuchung hat allerdings nicht nur herausgefunden, dass Frauen generell seltener an einen Kredit kommen als Männer, sondern auch noch, dass Frauen im Schnitt deutlich höhere Zinsen zahlen. Durch das geringe Einkommen muss das weibliche Geschlecht mehr für einen Kredit bezahlen als Männer. Zwar müssen Männer mit einem identischen Einkommen nicht weniger Zinsen zahlen, durch die Gender Pay Gap werden Frauen aber indirekt auch in dieser Hinsicht benachteiligt – obwohl sie oft sogar besonders kreditwürdig sind. Eine solche Diskriminierung gibt es zum Glück in anderen Bereichen nicht. Wer beispielsweise ein Onlinekonto ohne Schufa eröffnet, der kann dies komplett unabhängig vom Geschlecht zu denselben Konditionen machen. Bei einem Kredit sieht das leider anders aus, egal ob über einen Kreditvermittler oder direkt bei der Bank abgeschlossen.

Benachteiligung von Frauen ist ein großes Thema

Die Benachteiligung von Frauen ist in der Gesellschaft ein Thema mit steigender Relevanz. Nicht nur in der gesellschaftlichen Debatte, sondern auch in der Politik ist die Ungleichbehandlung mittlerweile angekommen. Anfang des Jahres wurde beispielsweise das Lohntransparenzgesetz beschlossen. Dieses soll dafür sorgen, dass Frauen erfahren können, was ihre männlichen Kollegen bei derselben Firma mit demselben Job als Bezahlung erhalten. Das Gesetz soll unter anderem dafür sorgen, dass Frauen in Zukunft dieselben Löhne für dieselbe Arbeit erhalten wie ihre männlichen Kollegen. Komplett lösen wird das Gesetz die Problematik aber nicht, denn Frauen arbeiten häufiger in schlechter bezahlten Jobs als Männer. Allein dieser Fakt wird wohl auch in Zukunft dafür sorgen, dass Männer im Schnitt ein höheres Einkommen haben – und leichter an einen Kredit kommen.


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