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Berlin verzeichnet starken Rückgang der Privatinsolvenzen

Mit Blick auf die aktuelle Situation sind die meisten Nachrichten negativ – doch auf die Zahl der Insolvenzen blickend sind die meisten Statistiken noch gut.

Es wirkt im ersten Moment doch sehr paradox: Während der nächste Lockdown angekündigt ist und viele Firmen noch mehr als je zuvor um ihre Existenz bannen, geht die Zahl der Verbraucherinsolvenzen genauso zurück wie die der Privatinsolvenzen. Diese Entwicklung zeigt sich fast im gesamten Land, obwohl die Arbeitslosigkeit steigt, Millionen Menschen in Kurzarbeit sind und es auch darüber hinaus konjunkturell nicht gerade aufwärts geht. Eine neue Statistik aus Berlin macht die bizarre Entwicklung deutlich – und sollte dennoch eine Warnung sein.

20 Prozent weniger Privatinsolvenzen als im Vorjahr

Laut Daten des Amtes für Statistik haben im ersten Halbjahr 2020 insgesamt nur 1.671 Verbraucher ein Insolvenzverfahren in der Hauptstadt angemeldet. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 20 Prozent, womit sich der Trend hin zu immer weniger Insolvenzverfahren fortsetzt. Überraschend kommen diese Zahlen allerdings deshalb nicht, weil in den ersten beiden Monaten noch ein Aufschwung zu bemerken war und in den Monaten des Lockdowns kaum ein Verbraucher den Offenbarungseid geleistet hat. Besuche bei Schuldnerberatungen oder auch entsprechende Termine für die Anmeldung einer Privatinsolvenz waren etwa im März oder April nur schwer wahrzunehmen.

Erste Anzeichen für die kommenden Probleme

Doch auch wenn die Statistik für das erste Halbjahr 2020 noch sehr gut aussieht, lassen sich auch hier schon erste Warnzeichen erkennen. Gerade bei der Höhe der Schulden ist die Situation für viele Verbraucher deutlich schlimmer geworden. Insgesamt lagen die Schulden der insolventen Verbraucher bei 250 Millionen Euro und damit deutlich über dem Wert des Vorjahres (183 Millionen Euro) – obwohl die Gesamtzahl der Betroffenen geringer war. Besonders gravierend zeigt sich der Effekt bei den gescheiterten Selbstständigen. Hier ist nicht nur der Rückgang (3,6 Prozent) deutlich geringer ausgefallen, auch die Höhe der Schulden enorm gestiegen. Waren es 2019 noch insgesamt 69,9 Millionen Euro, mit denen gescheiterte Selbstständige in der Kreide standen, war es im ersten Halbjahr des Folgejahres mit 156,1 Millionen mehr als doppelt so viel.

Firmenpleiten dürften die Zahlen nach oben treiben

Dieses Warnzeichen zeigt gut, was sich mit Blick auf die Insolvenzen in den nächsten Monaten noch zeigen dürfte. Wenngleich die Pflicht zur Insolvenzmeldung aktuell noch ausgesetzt ist, dürften immer mehr Selbstständige, Freiberufler und kleinere Unternehmer mit Blick auf die enormen Belastungen in den nächsten Monaten scheitern und oft auch in die Privatinsolvenz müssen. Damit aber nicht genug, denn damit einhergehen auch viele Jobverluste. In den nächsten Monaten werden wieder deutlich mehr Menschen auf ein Produkt wie das Online Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung angewiesen sein – auch in Berlin und in der Statistik dürfte sich das bald zeigen, wenngleich die besonders großen Effekte erst 2021 zu erwarten sind. 


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