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01.12.2018

Bürgerbewegungen scheitern an der Schufa

Es gibt immer wieder Bürgerbewegungen, die an einer Entschlüsselung des Schufa-Algorithmus arbeiten. Gibt es überhaupt Chancen auf Erfolg?

Der Name ‚Open Schufa‘ ist vermutlich schon so manchem in den letzten Monaten begegnet. Die Initiative hatte große angekündigt, dass sie den geheimen Schufa-Algorithmus entschlüsseln möchte. Damit ist die Bewegung allerdings nicht die erste, die sich dieses ambitionierte Ziel gesetzt hat. Gelungen ist es dagegen noch niemandem, selbst ein Kampf vor Gericht erwies sich am Ende als erfolglos – in höchster Instanz fiel die Entscheidung, dass der Algorithmus der Schufa ein Geschäftsgeheimnis ist. Das heißt konkret: Die Verbraucher haben keinen Anspruch darauf zu wissen, wie die Schufa die Bonität konkret berechnet. Doch kann eine Bürgerbewegung wirklich Erfolg haben, wenn selbst der Rechtsweg scheitert?

Bürgerbewegung will den Prozess umdrehen

Open Schufa hat sich überlegt, dass die Entschlüsselung der Schufa-Bonitätsbewertung über einen gegensätzlichen Prozess funktionieren müsste. Was heißt das konkret? Die Bürgerbewegung sammelt die Daten von Verbrauchern, die ihre Schufa-Auskunft zur Verfügung stellen. Davon ausgehend rechnen die Macher der Initiative zurück und wollen so Rückschlüsse auf die ursprüngliche Berechnung ziehen. Dafür sind zahlreiche Datensätze notwendig, um zu belastbaren Ergebnissen zu kommen. Darüber hinaus gibt es Zweifel daran, ob diese Methode überhaupt zu validen Ergebnissen führt – immerhin wissen die Menschen hinter der Initiative eben nicht so viel über den Verbraucher wie die Schufa, auch wenn eine Schufa-Auskunft zur Verfügung gestellt wird. Gerade dieses Informationsdefizit könnte zu falschen Rückschlüssen führen.

Open Schufa erhält zu wenige Datensätze

Doch Open Schufa hat wohl noch ein weiteres Problem: In den letzten Monaten sind schlichtweg nicht genug Datensätze zusammengekommen, um daraus bereits Rückschlüsse ziehen zu können. Die Initiative scheint es nicht geschafft zu haben, genügend Verbraucher zu motivieren, ihr die Datensätze zur Verfügung zu stellen. Das liegt sicherlich auch daran, dass viele Verbraucher die Auskunft gar nicht erst anfordern. Gerade viele Menschen, die auf ein Produkt wie das Online-Konto ohne Schufa setzen, haben den Gesprächsfaden mit der Schufa bereits aufgegeben. Andere interessieren sich auch deshalb nicht für die Bonität, weil sie noch nie Schwierigkeiten mit der Schufa hatten. So bleiben nur diejenigen, die sich wirklich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen und genau das könnte das Problem sein. Die eingereichten Datensätze könnten nämlich einen komplett falschen Querschnitt der Gesellschaft zeigen und damit wiederum zu verfälschen Ergebnissen führen, die am Ende auch wieder nicht dabei helfen, den Schufa-Algorithmus zu entschlüsseln.

Bürgerbewegungen tun sich gegen die Schufa schwer

Es wäre leider nicht das erste Mal, dass eine Bürgerbewegung, die daran scheitert, die Bonitätsauskunft zu einem transparenteren Prozess zu machen. Schon vorher haben Bürgerrechtler und sogar einige politische Parteien versucht, etwas am System verändern und sind damit am Ende gescheitert. Das liegt auch daran, dass die Bewegungen nicht genügend Fahrt aufnehmen können, was wiederum darauf zurückzuführen, dass nicht alle Verbraucher ein Problem mit der Schufa haben. Die Schufa behauptet immer wieder, dass über 90 Prozent der Deutschen eine lupenreine Bonität hätten. Das heißt natürlich nicht, dass die anderen Fälle vergessen werden sollten, erklärt aber eben gut, warum die meisten Bewegungen an der Bastion Schufa scheitern. Leider wird sich daran wohl auch durch die Open Schufa Initiative wenig ändern.


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