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Creditreform rechnet 2020 mit überraschend wenigen Insolvenzen

Ein positiver Rekord in 2020 und dann eine Pleitewelle in 2021 – mit Blick auf Firmeninsolvenzen malt Creditreform aktuell in einer Studie ein kurioses Szenario auf.

Neben der Schufa beschäftigt sich auch das Unternehmen Creditreform intensiv mit der Bonitätsbewertung von Unternehmen. Darüber hinaus erhebt Creditreform immer wieder Daten zu den Trends bei der Überschuldung und Insolvenzen, darunter der bekannte Schuldneratlas. Auch unterjährig bietet Creditreform immer wieder einen Einblick in die Entwicklungen zum Thema Verschuldung. Dabei zeigt sich im Jahr 2020 voraussichtlich ein kurioser Trend – die Zahl der Unternehmensinsolvenzen könnte dabei den niedrigsten Stand in diesem Jahrtausend erreichen. Doch es gibt nicht nur positive Neuigkeiten.

Niedrigster Stand der Firmenpleiten seit 25 Jahren

Dass die aktuelle Situation nicht unbedingt als normal einzustufen ist, zeigt sich an der Entwicklung der Firmenpleiten. Obwohl hunderttausende Firmen in Deutschland durch die seit März voll in Deutschland angekommene Corona-Pandemie schwer getroffen werden, dürfte die Zahl der Firmenpleiten auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren fallen. Creditreform rechnet für das Gesamtjahr mit nur mit 17.000 bis 18.000 Firmenpleiten. Experten erwarten zudem auch bei den Privatinsolvenzen einen neuen Tiefstand, was für Inhaber von Produkten wie dem Onlinekonto ohne Schufa zweifelsfrei gute Nachrichten sind. Bei den Firmeninsolvenzen dürfte es sich voraussichtlich sogar um den niedrigsten Stand seit nun mehr 25 Jahren handeln – mitten in der vermutlich schwersten Krise des Jahrtausends.

Pleitewelle von Firmen im ersten Quartal 2021 erwartet

Wenngleich die Rekordzahlen so klingen, als gäbe es etwas zu feiern, ist genau das leider nicht der Fall. Die Experten von Creditreform machen dagegen vielmehr klar, dass die Insolvenzwelle einfach später kommt. „Ich rechne damit, dass die Insolvenzwelle im ersten Quartal 2021 ihren Höhepunkt erreichen und sich auch dann erst zeigen wird, wie sich der zweite Lockdown zusätzlich auswirkt“, erklärt Creditreform-Hauptgeschäftsführer Volker Ulbricht gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung. Dass es zu einer solchen Verzögerung kommt, erklärt Ulbrich wie folgt: „Dass die Zahl der Insolvenzen in diesem Jahr geringer ausfallen wird als 2019, ist nur damit zu erklären, dass auch viele Trittbrettfahrer Hilfen in Anspruch genommen beziehungsweise von der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht profitiert haben“. Die Probleme werden entsprechend nur ins neue Jahr geschoben, sodass es keinen echten Grund zum Feiern über die guten Zahlen in 2020 gibt.

Nicht jeder Experte rechnet mit einer Insolvenzwelle

Gleichzeitig gibt es allerdings auch Experten, die einen weniger starken Effekt im kommenden Jahr sehen. „Ob und wann eine Insolvenzwelle kommt, ist nicht absehbar, denn das Insolvenzgeschehen ist derzeit staatlich gesteuert“, heißt es etwa von Christoph Niedring, Vorsitzendem des Berufsverbandes der Insolvenzverwalter Deutschlands (VID), gegenüber der WirtschaftsWoche. Klar ist allerdings, dass das Jahr 2021 mit Blick auf Insolvenzen schwierig werden könnte. Nach den Firmenpleiten folgen in den meisten Fällen nämlich leider auch viele Privatpleiten durch Jobverluste und das Auslaufen von Hilfen – auch Privatpersonen müssen sich auf ein hartes Jahr einstellen. Schätzungen gehen von bis zu 110.000 Privatinsolvenzen in 2021 aus. 


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