Ihr Konto in 1 Minute beantragen

Der Staat verzichtet auf strengere Gesetze gegen windige Kreditvermittler

Verbraucherschützer drängen darauf, dass windige Kreditvermittler durch staatliche Regeln eingeschränkt werden – doch daraus wird nichts.

In den letzten Monaten und Jahren gab es zahlreiche Fälle, in denen windige Kreditvermittler durch unseriöse Kreditangebote sehr viel Geld verdient haben. Verlierer waren in fast allen Fällen Menschen, die sowieso schon in Not sind. Das liegt schon daran, dass viele Menschen in finanziell komplexen Zeiten leicht von unseriösen Angeboten zu überzeugen sind. Die Kreditvermittler machen sich das zunutze und bieten Verbrauchern verschiedene Produkte an, die auf den ersten Blick eine klare Erleichterung für den Kunden versprechen – beispielsweise durch einen Kredit. Wer genauer hinschaut, sieht aber schnell, dass die Angebote in den allermeisten Fällen ein teurer Spaß sind. Insgesamt fallen teilweise Kosten von bis zu 50 Prozent der Kreditsumme an, dazu gibt es auch komplett betrügerische Angebote.

Schufa-freie Finanzsanierung als Kernprodukt

Verbraucherschützer sehen besonders die sogenannte Finanzsanierung, die im Internet zumeist als Schufa-freie Finanzsanierung beworben wird, sehr kritisch. Die Unternehmen weben damit, dass die Finanzsanierung dafür sorge, dass Verbraucher ihre Finanzen wieder in den Griff bekommen könnten. In den allermeisten Fällen, so ist mittlerweile den meisten Verbraucherschutzorganisationen bekannt, verschlimmert sich die Situation der Menschen durch die angebliche Sanierung allerdings noch weiter. Sehr viele Betroffene müssen spätestens danach auf ein Produkt wie das Online-Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung setzen, um sich noch vor einer Privatinsolvenz zu schützen – die finanzielle Situation ist nach der angeblichen Sanierung nämlich in fast allen Fällen schlechter als zuvor.

Wirrwarr aus Gebühren und zusätzlichen Kosten

Die angeblichen Sanierungen versprechen dem Kunden einen Kredit mit einer Höhe von meist mehreren tausend Euro. Doch den Kredit gibt es selten ohne Bedingung, denn die Vermittler schicken schon vor Erteilung des Kredits verschiedene Genehmigungsschreiben – für die dann eine Gebühr anfällt. In einem ersten Schritt sind das meist einige hundert Euro, mit Blick auf die Gesamtsumme noch keine allzu hohe Summe. Doch danach geht es weiter, durch die verschachtelten und undurchsichtigen Modelle müssen Kunden oft auch noch an einen oder zwei weitere Vermittler eine Gebühr bezahlen – schon hier können sich die Summen auf bis zu 1.000 Euro sanieren. Danach kommen die monatlichen Raten hinzu, die sich in Extremfällen auf einen Zinssatz von 20 bis 30 Prozent berechnen lassen. Verbraucherschützer berichten sogar von Fällen, in denen die gesamten Kosten für den Kredit fast einen Drittel der Kreditsumme ausgemacht haben.

Politik will die Regeln nicht weiter verschärfen

Doch auch wenn die Fälle ziemlich krass klingen, scheint die Politik nicht an einer Änderung der Regeln interessiert zu sein. Aus dem zuständigen Ministerium heißt es, dass die aktuelle Gesetzeslage ausreiche, um unseriösen Angeboten den Gar auszumachen. So seien beispielsweise Wucherzinsen rechtlich nicht zulässig, auch Kredite ohne Schufa-Prüfung könnten in den meisten Fällen widerrufen werden – und zwar ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Doch auch wenn windige Kreditvermittler es damit eigentlich schwer haben sollten, berichten Verbraucherschützer doch jedes Jahr von mehreren tausend Betroffenen. Dass es die Gesetze gibt, scheint eben nur eine Ebene zu sein, sie auch durchzusetzen eine ganz andere. So werden auch in Zukunft Verbraucher auf eine Schuldnerberatung und ein Online-Konto ohne Schufa setzen müssen, weil eine angebliche Sanierung die Situation deutlich verschlechtert hat.


Hier finden sie weitere interessante News.

Ihr Onlinekonto

  • Privat- oder Geschäftskonto  
  • inkl. Prepaid MasterCard
  • mtl. 1x gratis Geld abheben  
  • mtl. 5 Geldeingänge umsonst
  • Banking-App kompatibel
Impressum - Datenschutzerklärung - Rechtliche Hinweise