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Die Deutschen können sich die Pflege nicht mehr leisten

Ein Pflegeheim muss für jeden Verbraucher in Deutschland leistbar sein – eigentlich. Zuletzt wurden Pflegeheime nämlich immer teurer.

Man muss es sich heute leisten können, im Alter gepflegt zu werden. Diese Entwicklung hatten Experten schon vor Jahrzehnten gesehen, die Politik hat im Jahr 1995 mit der Gründung der Pflegekasse reagiert. Der Plan: Durch den neuen Anteil am Lohn kann die Pflege für die Menschen hierzulande organisiert werden. 25 Jahre später wissen gerade diejenigen, die auf ein Produkt wie das Online-Konto ohne Schufa setzen: Ohne ein sehr gutes Einkommen und genügend Vorsorge kann man sich ein Pflegeheim kaum mehr leisten, wenn nicht Verwandte dafür aufkommen.

Der schier unendliche Anstieg des Eigenanteils

Das Problem ist dabei der seit Jahren starke Anstieg des sogenannten Eigenanteils. In Deutschland müssen Pflegebedürftige nämlich damit zurechtkommen, dass nur ein Teil der Pflegekosten von der Krankenkasse übernommen wird. Zwar ist dies auch weiterhin der Löwenanteil, im Schnitt etwa zwei Drittel der Kosten. Doch durch die Explosion der Pflegekosten reichen die knapp 3.000 Euro im Monat von der Kranken- und Pflegekasse schon lange nicht mehr aus. Im Schnitt müssen Pflegebedürftige bereits heute Monat für Monat einen Betrag von 1.874 Euro berappen, so viel wie nie zuvor. Dieser sogenannte Eigenanteil ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen, auch weil die Pflegekasse ihren Anteil seit 2007 nicht mehr erhöht hat.

Eigenanteil muss zwingend niedriger werden

Experten für das Thema Pflege wie Professor Heinz Rothgang von der Uni Bremen fordern deshalb schon seit Langem einen Wandel in der Pflege. Rothgang meint, dass „das Ende der Fahnenstange bei den Eigenanteilen erreicht" und eine Umsteuerung zwingend notwendig sei. In der MOZ macht er noch einmal auf seine Forderung aufmerksam, dass Pflegebedürftige nur noch einen fixen Betrag übernehmen sollten und der Pflegekasse die steigenden Kosten aufgebürdet werden. Beispielsweise könnte der Eigenanteil auf einen Betrag von 1.000 Euro gedeckelt werden, was für ältere Menschen auch eine bessere Planungsmöglichkeiten bieten würde.

Steuerzuschuss könnte eine Möglichkeit sein

Auch der Chef der Krankenkasse DAK sieht einen Wandel als zwingend notwendig an. „Aktuell verfehlt die Pflegeversicherung ihren Gründungsgedanken, die Menschen im Pflegefall vor einem Armutsrisiko zu bewahren und die Kosten der Pflege fair zwischen Beitragszahlern, Steuerzahlern und Pflegebedürftigen zu verteilen“, lässt Andreas Storm in der MOZ verlauten. Mögliche Lösungen des Problems könnten ein Steuerzuschuss oder auch eine Erhöhung des Beitrags für die Pflegeversicherung sein. Nur so lassen sich die Kosten für Pflegebedürftige überhaupt im Rahmen halten – eine Lösung ist zwingend erforderlich, wenn wirklich alle Menschen im Alter eine würdige Pflege erhalten sollen. 


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