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Die große Dunkelziffer bei der Überschuldung

Die Statistik zur Überschuldung hat auch in diesem Jahr keine Schockwellen gesendet – doch die Dunkelziffer dürfte wesentlich groß sein.

Verschönte Zahlen bei der Überschuldung

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht in jedem Jahr die Zahl derjenigen, die mit finanziellen Problemen zurechtkommen müssen. Das klingt im ersten Moment vernünftig, denn ganz offensichtlich bedarf es eines Überblicks der Überschuldung in Deutschland. Doch was im ersten Moment nach einem Gradmesser klingt, der gut erklären kann, wie viele Verbraucher zum Beispiel auf ein Onlinekonto auf Guthaben-Basis setzen müssen, erweist sich bei einem zweiten Blick als statistisch nicht ideal. Warum? Weil die Dunkelziffer laut Experten enorm hoch ist.

Statistisch überschuldet sind nur die wenigsten

Das Problem liegt allen voran darin, dass die Statistik nur dann überhaupt einen Überschuldeten zählt, wenn die Person sich Hilfe bei einer Beratungsstelle gesucht und zudem eingewilligt hat, dass die Daten anonymisiert verwendet werden können. Ganz konkret bedeutet das, dass selbst diejenigen, die den schweren Weg zu einer Beratungsstelle gehen, nur teilweise erfasst werden. Die Masse der Verbraucher mit finanziellen Problemen sucht sich jedoch nicht einmal Hilfe, sondern versucht den Kampf gegen Schulden alleine anzugehen. Schuldnerberatungsstellen berichten zudem regelmäßig davon, dass Verbraucher sich erst zu spät Hilfe suchen, also erst im Endstadium der Überschuldung.

Zögern besonders bei kleinerer Verschuldung

Das statistische Mittel bei der Überschuldung liegt bei 29.200 Euro – mit so viel steht eine erfasste überschuldete Person im Durchschnitt bei ihren Gläubigern in der Kreide. Dieser Wert erscheint im ersten Moment gar nicht allzu hoch, was gleichzeitig als Erklärung dient, warum viele Verbraucher nicht in der Statistik auftauchen. Gerade wenn es um Verbindlichkeiten in vierstelliger Höhe geht, denken viele Menschen gar nicht erst an eine Überschuldung oder gar den Weg zu einer Schuldnerberatungsstelle. Dabei kommt es bei der finanziellen Überforderung gar nicht auf die konkreten Summen an, sondern auf die Möglichkeit, das Geld auch wieder zurückzuzahlen. Dass auch kleinere Schulden problematisch werden können, merken viele Verbraucher aber viel zu spät. Wichtig ist hierbei zu wissen:

Schulden: Jeder volljährige Mensch hatte wahrscheinlich schon ein Mal Schulden. Das ist nicht verwerflich, denn es ist ein fester Bestandteil unseres täglichen Lebens. Bereits wenn Sie auf Raten kaufen, den Dispositionskredit nutzen oder mit der Kreditkarte bezahlen, haben Sie Schulden. Wichtig ist, diese Schulden problemlos zurückzuzahlen.

Verschuldung: Jetzt haben Sie Schulden aufgenommen und können diese aber nicht mehr zurückzahlen. Die Schulden-Summe ist in eine Höhe gestiegen, so dass Sie diese nicht mit einer Einmalzahlung beglichen könnten. Zum Beispiel erwerben Sie eine eigene Immobilie. In diesem Fall haben Sie jedoch einen Gegenwert zu den Schulden und im Ernstfall können die Schulden mit Wert abdecken werden. Jedoch müssen die Schulden fristgerecht in den vereinbarten Raten getilgt werden.
Überschuldung: Jetzt haben wir einen kritischen Zustand erreicht. Sie können die Schulden nicht zurückzahlen, ohne dass Sie die existenzsichernde Versorgung (Miete, Strom etc.) gefährden. In den meisten Fällen bricht das Dach über dem Kopf ein. Viele Briefe fliegen ins Haus und die Verschuldeten verlieren den Überblick. Versuchen Sie sich einem Menschen in Ihrer Nähe anzuvertrauen und suchen Sie eine Schuldnerberatung auf.

Fast so viele Schulden wie verfügbares Einkommen

Dass die Überschuldung deutlich größer ist als das, was man aus der Statistik ablesen kann, zeigt auch ein anderer Wert. Die Bundesbank veröffentlicht jährlich einen Wert, der die privaten Schulden dem verfügbaren Einkommen gegenüberstellt. Dieser ist von 2019 innerhalb von nur zwei Jahren von 93,6 auf 96,8 Prozent in die Höhe geschnellt. Das ist zwar noch weit weg von den Rekordwerten zur Jahrtausendwende, die bei über 115 Prozent lagen, aber dennoch geht die Tendenz in die falsche Richtung. Experten raten finanziell angeschlagenen Verbrauchern deshalb auch dazu, sich möglichst früh Hilfe zu suchen – etwa durch eine Schuldnerberatung oder ein Produkt wie das Onlinekonto ohne Schufa.


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