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Die kurios positive Entwicklung bei den Insolvenzzahlen

Die Zahlen zur Privatinsolvenz zeigen noch nicht, was in Deutschland drohen könnte. In den meisten Bundesländern sind sie sogar weiter rückläufig.

Es wirkt ein wenig kurios, dass ein historischer Wirtschaftseinbruch in Deutschland verkündet wird und gleichzeitig die Zahl der Privatinsolvenzen weiterhin stark sinkt. Doch genau das ist der Fall, was allerdings auch nicht so überraschend ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Die Privatinsolvenz ist ein klassischer Spätindikator. Die Folge einer Wirtschaftskrise führen erst Monate später dazu, dass Menschen zuerst in die Überschuldung geraten und dann teilweise eben sogar eine Privatinsolvenz anmelden müssen. Die aktuellen Zahlen sollte man also nicht überbewerten.

Überraschend positive Meldung aus Sachsen

Ein gutes Beispiel dafür, wie Statistik einen falschen Eindruck verschaffen kann, sind die neu veröffentlichten Zahlen aus Sachsen. Hier wurden sowohl im ersten Quartal 2020 als auch in den ersten fünf Monaten des Jahres weniger Insolvenzverfahren eröffnet als noch im Vorjahr. Es handelt sich sogar um den niedrigsten Stand aller Zeiten, obwohl zumindest der Zeitraum bis Ende Mai 2020 komplett in der Krise rund um das Coronavirus liegt. Bis Ende Mai 2020 wurden demnach in Dresden, Leipzig und Chemnitz (hier befinden sich die regionalen Amtsgerichte) 1.182 Anträge auf ein Insolvenzverfahren gestellt. Im gesamten Vorjahr waren es dagegen 3.484 Anträge, womit die Zahl der neuen Insolvenzen sogar sehr drastisch gesunken sind. Im Vergleich zu 2016 ist die Zahl der Insolvenzen sogar um mehr als 70 Prozent gesunken.

Wirtschaftslage und Nullzinspolitik haben Folgen

Dass die Zahlen so gut sind, führen Experten in Sachsen darauf zurück, dass die wirtschaftliche Lage in den letzten Jahren enorm gut war. Dadurch haben viele Verbraucher einen Job und ein festes Einkommen – finanzielle Probleme sind in diesen Zeiten eher selten. Dazu kommt, dass die Nullzinspolitik zur Folge hat, dass sich viele Verbraucher über Wasser halten können, die ohne billige Kredite möglicherweise schon in die Insolvenz gerutscht wären. Immer mehr Verbraucher setzen in schwierigen Zeiten auch auf die Unterstützung von einer Schuldnerberatung und einem Produkt wie dem Online-Konto ohne Schufa – auch dass kann in schwierigen Zeiten sehr hilfreich sein.

Große Welle an Insolvenzen im Herbst erwartet

Die guten Zahlen sollte man allerdings keinesfalls falsch einschätzen, denn die Zeit des Rückgangs der Insolvenzzahlen dürfte bald vorbei sein. Die Corona-Hilfen der letzten Monate laufen langsam aus und auch mehr Unternehmen müssen nach dem Ende des Aussetzens der Insolvenzpflicht am 30. September wohl den schwierigen Weg gehen. Im Herbst und Winter dürfte die Zahl der Insolvenzverfahren entsprechend explodieren – die Zeit der guten Nachrichten ist spätestens dann zu Ende.


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