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21.01.2015

Die Privatinsolvenz im Detail erklärt

Die Privatinsolvenz. Was ist das eigentlich und wie läuft das Verfahren ab? Dem hat sich Michaela Zientek von der D.A.S. Rechtsschutzversicherung angenommen. Sie will Betroffenen dadurch einen Weg durch die schwere Zeit weisen und dabei helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Eine davon ist sicherlich die Wahl eines Onlinekontos als Begleiter in der schweren Zeit. 120.000 Menschen meldeten 2013 Insolvenz an, das zumindest geht aus Zahlen der Wirtschaftsauskunftei Brügel hervor. Die Zahlen sind auch deswegen so hoch, weil viele Menschen auf Grund von schweren Schicksalsschlägen mit Schulden kämpfen müssen. Eine schwere Krankheit oder der Tod eines Partners sorgen dafür, dass die Sparguthaben schnell aufgebraucht sind. Auf einmal ist das Konto in den roten Zahlen. Nicht lange dauert es oft, bis das Vertrauensverhältnis zwischen Bank und Kunde geschädigt ist. Die Suche nach einem Girokonto ist dann schwierig. Glücklicherweise gibt es mit dem Onlinekonto ohne Schufa eine Alternative, die einem jeden Kunden auch in einer schlimmen Zeit zur Seite steht und bei einem Weg aus den Schulden hilft. Mit einem Schuldenbereinigungsplan die Privatinsolvenz verhindern

© Anatoliy Babiychuk | Dreamstime Stock Photos

Die Rechtsexpertin von der D.A.S rät Betroffenen, sich den Schulden nicht einfach hinzugeben. Vielmehr muss ein jeder Schuldner sich vor einer Privatinsolvenz um einen sogenannten Schuldenbereinigungsplan kümmern. Konkret bedeutet das, dass ein Einigungsversuch mit den Gläubigern vonstattengehen muss. Gemeinsam mit einem Berater von einer Schuldnerberatungsstelle und/oder einem Anwalt muss dafür das Gespräch mit den Gläubigern gesucht werden. In einigen Fällen lässt sich durch den Schuldenbereinigungsplan, eine Auflistung aller Schulden und Vermögenswerte sowie dem eigenen Einkommen, eine Privatinsolvenz vermeiden. Dafür muss im Rahmen des Schuldenbereinigungsplanes aber auch ein Konzept vorgelegt werden, wie und bis wann die Schulden zurückgezahlt werden. Der schwere Gang zum Insolvenzgericht Wem es trotz Unterstützung durch ein Onlinekonto und einen Schuldnerberater nicht gelungen ist, sich mit seinen Gläubigern über einen Rückzahlungsplan zu einigen, der muss den schweren Gang zum Insolvenzgericht antreten. Dieses kann dann das Insolvenzverfahren eröffnen. Dem Gericht steht aber auch noch eine andere Möglichkeit offen. So kommt es durchaus häufig vor, dass das Gericht doch noch eine Chance auf eine Abzahlung ohne Privatinsolvenz sieht. Dafür werden dann noch einmal die Gläubiger konsultiert, um eine Einigung zu erzielen. Gelingt das nicht, wird ein Insolvenzverfahren eröffnet. Schuldnern wird an dieser Stelle ein Treuhänder zur Seite gestellt, der profitable Vermögenswerte pfändet und an die Gläubiger weitergibt. Wer sich sein Gehalt weiterhin auf das Online-Konto auszahlen lässt, muss sich aber keine Sorgen machen. Je nach Situation ist ein Großteil des Gehalts pfändungssicher. In der Wohlverhaltensphase raus aus den Schulden Im Rahmen einer Privatinsolvenz wird der Teil des Einkommens, der gepfändet wird, direkt an den Treuhänder und schlussendlich an die Gläubiger weitergeleitet. Dennoch dauert diese Phase, auch Wohlverhaltensphase genannt, maximal sechs Jahre an. In dieser Zeit können Schuldner sich durch ein Onlinekonto ohne Schufa auch die eigene finanzielle Eigenständigkeit bewahren. Dennoch gibt es in der Wohlverhaltensphase neben der Gehaltspfändung noch weitere Nachteile. Erbschaften etwa müssen zur Hälfte an den Treuhänder weitergegeben werden. Umzüge müssen ebenfalls gemeldet werden. Nicht zu vergessen ist auch, dass bei Arbeitslosigkeit aktiv nach einem Job gesucht werden muss. Einfach ist eine Privatinsolvenz auch trotz Onlinekonto nicht, etwas besser lässt sich die schwere Zeit dennoch durchstehen.

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