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Die Ruhe vor dem Sturm der Insolvenzen

Rund um das Coronavirus ist oft von der sogenannten zweiten Welle die Rede. Auf eben jene muss man sich leider auch bei der Privatinsolvenz gefasst machen.

Das Coronavirus hat zu einer noch vor Monaten undenkbaren Wirtschaftskrise geführt. Millionen von Menschen in Europa haben ihren Job verloren, noch deutlich mehr sind in Kurzarbeit oder ähnlichen Maßnahmen gefangen oder waren zumindest über zwei bis drei Monate davon betroffen. Die Schulden steigen dabei bei vielen, denn das sinkende Einkommen kann selten ausgeglichen werden, die Kosten bleiben aber gleich. Dennoch gibt es noch keinen Anstieg bei den Privatinsolvenzen. Warum das so ist, zeigen Zahlen und Erklärungen aus Österreich.

Verzögerte Rückzahlung von Krediten und Darlehen

Wie auch in Deutschland gibt es in Österreich ein Moratorium, was Verbraucherkredite und Darlehen für Selbstständige angeht. Die Zahlungen zwischen dem 1. April und dem 30. Juni können dabei gestundet werden, womit Verbraucher erst mit Verzögerung die entsprechenden Zahlungen tätigen müssen. Das heißt konkret: Die Schulden werden einfach nach hinten geschoben, dass es zu einem Kreditausfall kommt, fällt aktuell schlichtweg noch nicht auf. Wie groß dieses Thema ist, zeigen die Zahlen: Insgesamt haben knapp drei Millionen Österreich – das ist nur etwas weniger als die Hälfte der Bevölkerung – solche Verpflichtungen. Ein relevanter Anteil davon wird nach dem Ende des Moratoriums Probleme bei der Rückzahlung haben.

Geschlossene Justiz sorgt für sinkende Insolvenzzahlen

Doch wie weit die Entwicklung der Insolvenzzahlen aktuell von der Realität entfernt ist, zeigt sich besonders in der Zahl der Verfahren an Gerichten. "Im Moment gibt es daher noch immer um bis zu 65 Prozent weniger Schuldenregulierungsverfahren an den Gerichten", heißt es dazu von Hans-Georg Kantner, Insolvenzexperte im Kreditschutzverband 1870 (KSV1870) gegenüber der Wiener Zeitung. Der Hintergrund sind zum einen die gestundeten Schulden, zum anderen aber auch die Inaktivität der Gerichte. Zwischen Mitte März und Mitte Mai waren die Gerichte überhaupt nicht geöffnet, aktuell startet der Regelbetrieb nur langsam. Für Insolvenzverfahren gibt es dadurch nicht genügend Kapazität, sodass das wahre Ausmaß noch nicht sichtbar wird.

Zweite Welle mit vielen Insolvenzen

Dass die Zahlen in Österreich für das zweite Quartal wohl nur bei der Hälfte des Vorjahres liegen werden, ist allerdings nur ein trügerischer Schein. Schuldnerberater sind sicher, dass die Zahl der Insolvenzverfahren in die Höhe schießen wird, spätestens im vierten Quartal und dann besonders stark im neuen Jahr. Zumindest mit Blick auf die Verschuldung und Privat- sowie damit eng verknüpfte Firmeninsolvenzen ist eine zweite Welle garantiert. Das gilt für Österreich genauso wie für Deutschland, weswegen es sich lohnt, schon jetzt mit einem Onlinekonto ohne Schufa und einer Schuldnerberatung vorzusorgen – so lässt sich die Insolvenz gegebenenfalls verhindern.


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