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Die Schufa schaut den Deutschen aufs Konto

Die Schufa will neuerdings noch mehr über Verbraucher in Erfahrung bringen – mit dem Dienst CheckNow blickt die Schufa auch auf Konten.

Dass die Schufa in Deutschland als eine Art Datenkrake gilt, dürfte niemanden mehr überraschen. Doch das Unternehmen macht nicht nur genauso weiter, wie in den letzten Jahren, sondern sucht zudem nach weiteren Möglichkeiten, um noch mehr über Verbraucher zu erfahren. Wie das genau aussehen kann, zeigt ein neuer Service, den die Schufa vor Kurzem vorgestellt hat. Mit Schufa CheckNow bietet das Unternehmen die Möglichkeit, dass Verbraucher sich in ihre Kontoauszüge schauen lassen – doch warum sollten die Deutschen das zulassen?

Schufa will positivere Bonitätsbewertung ermöglichen

Die neue Möglichkeit zur Bonitätsauskunft bei der Schufa funktioniert nach dem System der Freiwilligkeit. Das heißt konkret: Verbraucher müssen sich nicht in die Daten schauen lassen, können das aber tun. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die Schufa wirbt damit, dass eine negative Bonitätsauskunft durch Schufa CheckNow möglicherweise wieder ausgeglichen werden kann. Das bedeutet, dass ein Verbraucher, der etwa keinen Handyvertrag bekommt, durch CheckNow doch noch eine Chance hat. Getestet hat die Schufa diesen Service über einen Zeitraum von drei Monaten mit dem Mobilfunkriesen Télefonica und der deutschen Tochterfirma O2. Nach negativer Berichterstattung zum Start des Dienstes, ist O2 allerdings mittlerweile ausgestiegen.

Tochterfirma Finapi kann Kontoauszüge analysieren

Möglich ist der neue Service der Schufa durch die Ende 2018 erworbene Tochterfirma Finapi, die ihren Sitz in München hat. Zwar hat es eine Weile gedauert, doch zwei Jahre nach der Übernahme wird klar, warum die Schufa das Unternehmen unter seine Fittiche genommen hat. Bei Schufa CheckNow verspricht die Firma, insgesamt 65 verschiedene Kategorien auf Kontoauszügen erkennen zu können und davon ausgehend, ein Risikoprofil erstellen zu können. Unter anderem kann das Münchner Unternehmen erkennen, wenn es sich um eine Gehaltszahlung, eine staatliche Unterstützungsleistung oder etwa eine Zahlung für eine Urlaubsreise handelt – das zumindest versprechen Schufa und Finapi.

Finapi analysiert sogenannte Risikofaktoren

Was im ersten Moment noch recht fair klingt, hat auch einen Haken. Finapi analysiert natürlich auch die sogenannten Risikofaktoren, um eine Bewertung vornehmen zu können. Hierzu zählen beispielsweise Glücksspiel, aber auch Rücklastschriften sowie Zahlungen an Inkassounternehmen. Wer auf ein Produkt wie das Online Konto ohne Schufa setzt, der wird schnell erkennen: Die Schufa möchte allen voran noch mehr über die Deutschen erfahren. Ob das eine gute Sache ist, darf man infrage stellen. Die ersten Reaktionen auf den neuen Service der Schufa sind entsprechend alles andere als gut. Die Behörden haben zudem eine Prüfung angekündigt, ob eine so enge Verbindung zwischen einer Auskunftei und einem Kontoinformationsdienst zulässig ist – man kann gespannt sein, was rund um Schufa CheckNow noch passiert. 


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