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Die Schufa will Verbrauchern weiter aufs Konto schauen

Die Schufa kommt nicht so recht aus den negativen Schlagzeilen – primär weil sie Kontodaten untersuchen machen. Gerade wagt sie einen neuen Anlauf.

Kaum eine Geschichte rund um die Bonitätsauskunft hatte in den letzten Jahren so hohe Wellen geschlagen wie der neue Schufa-Dienst CheckNow. Hintergrund ist, dass die Schufa gemeinsam mit dem Mobilfunkunternehmen Telefonica und dessen deutscher Tochter O2 einen Dienst zur Kontodurchleuchtung getestet hat – natürlich zum Nutzen der Kunden, wie es aus Kreisen der Unternehmen heißt. Nachdem die Schufa das Projekt als „Produkttest“ kleingeredet hat, wird nun immer klarer, dass die Schufa das Produkt unbedingt auf den Markt bringen möchte.

Datenschützer in Bayern zeigen sich kritisch

Der gewählte Weg der Schufa erscheint dabei zweifelhaft, denn die Schufa hatte ursprünglich versucht, mit den Datenschutzbehörden in Bayern über eine Zulassung zu sprechen. Anfang November wurde die Schufa über ihre Tochter FinApi, die in München sitzt, bei dem Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht vorstellig, um eine Zulassung prüfen zu lassen. Die bayerischen Behörden, die das Produkt der Schufa weiterhin in Teilen prüfen, haben sich im Rahmen des Prozesses und besonders nach dem öffentlichen Aufschrei bereits kritisch geäußert und infrage gestellt, ob eine Kombination zwischen Bonitätsauskunft und einem Kontoinformationsdienst in dieser Form legitim wäre. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, allerdings scheint die Schufa sich Sorgen zu machen, ob die bayerischen Behörden grünes Licht geben.

Hilfesuche beim hessischen Datenschutzbeauftragen

Umso mehr sorgt eine Meldung für Verwunderung, die Süddeutsche Zeitung, WDR und NDR recherchiert haben. Demnach ist die Schufa in den letzten Wochen nun auch beim hessischen Datenschutzbeauftragten vorstellig geworden, um das neue Projekt prüfen zu lassen. Das ist insofern ungewöhnlich, als normalerweise nur eine Behörde die Prüfung übernimmt. Die Schufa kann sich durch ihren Unternehmenssitz in Wiesbaden allerdings auch an die hessischen Behörden wenden und begründet dies damit, dass das Produkt nicht nur mit der Münchner Tochter zu tun habe. Die Motive der Schufa dürften klar sein: Wie manch ein Inhaber eines Onlinekonto ohne Schufa weiß, gilt die Behörde in Hessen als besonders Schufa-freundlich und hat schon viele umstrittene Projekte durchgewunken.

Kontodaten der Kunden sollen durchleuchtet werden

Ob in Hessen allerdings mit mehr Gegenliebe zu rechnen ist, gilt es abzuwarten. Das neue Projekt der Schufa unter dem Namen CheckNow gilt nämlich deutschlandweit als sehr umstritten. Die Schufa möchte Kunden – nach deren Zustimmung – auf das Konto schauen und je nach Kontovorgängen einen Score erstellen. Dadurch sollen auch Kunden mit schlechter Bonität Chancen auf einen Kreditabschluss oder einen neuen Vertrag haben. Verbraucherschützer jedoch warnen, dass die Schufa so noch mehr Daten sammeln kann und eine Etablierung des Produkts mittelfristig zu einer Art „Pflicht“ werden lassen könnte, ohne die man nicht mehr an einen Kredit oder einen Vertrag kommt. Es bleibt spannend, ob die Datenschützer die Schufa weiter gewähren lassen.


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