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06.04.2019

Frauen werden bei Krediten benachteiligt

Frauen werden bei Krediten in Deutschland weiter benachteiligt. Wie kann das sein und was sind die Hintergründe?

Wenn eine Frau einen Kredit beantragt, dann sind ihre Chancen deutlich schlechter als dann, wenn es ein Mann versucht. Dies zeigt eine neue Auswertung des Vergleichsportals Verivox, dass die Kreditbeantragung von Frauen und Männern verglichen hat. Doch nicht nur bei der Beantragung von Krediten haben Frauen schlechtere Chancen, auch bei den Zinsen schneiden sie schlechter ab als Männer. All das gilt, obwohl Frauen im Schnitt deutlich niedrigere Kreditsummen abrufen als Männer. Üblicherweise werden höhere Kredite seltener gewährt, da die Risiken höher sind.

Frauen erhalten selten gute Konditionen für einen Kredit

Wenngleich im Schnitt deutlich mehr Männer in Deutschland überschuldet sind und auch mehr Männer als Frauen auf ein Produkt wie ein Online-Konto ohne Schufa setzen, erhalten Frauen im Schnitt deutlich schlechtere Zinsen als Männer, obwohl sie statistisch eigentlich eine höhere Erfüllungswahrscheinlichkeit haben. Die Unterschiede sind dabei durchaus gravierend, denn wie Verivox herausgefunden hat, bekommen gerade einmal 29 Prozent der Frauen Top-Konditionen von weniger als 3 Prozent Zinsen für ihren Kredit. Bei Männern sind es mit 34 Prozent deutlich mehr. Dazu kommt, dass Frauen auch im Schnitt deutlich schlechter abschneiden und damit zurechtkommen müssen, mehr für Zins und Tilgung zu bezahlen.

Ökonomische Faktoren als Erklärung die Diskrepanz

Dass Frauen bei Krediten schlechtere Konditionen bekommen und häufiger abgelehnt werden, hat laut der Meinung von Experten allerdings auch weiterhin allen voran ökonomische Gründe. Im Schnitt verdienen Frauen, die bei der Auswertung untersucht wurden, 2.244 Euro netto pro Monat. Männer in der Vergleichsgruppe verdienten im Schnitt knapp 500 Euro mehr. Das Gehalt lag damit knapp 20 Prozent über dem der Frauen, was wiederum einen Einfluss auf die Konditionen von einem Kredit sowie die Wahrscheinlichkeit einer Ablehnung hat. Das monatliche Gehalt ist für Banken einer der wichtigsten Faktoren bei der Berechnung der Erfüllungswahrscheinlichkeit und den Rückzahlungsbedingungen, weswegen das höhere Gehalt von Männern einen großen Einfluss hat.

Natürlich sind die ökonomischen Erklärungen für die Unterschiede nachvollziehbar. Oft liegen die Lohnunterschiede auch darin begründet, dass Frauen in Branchen mit einem geringeren Lohnniveau arbeiten. Dazu kommt, dass Frauen oft unterbrochene Arbeitsbiografien haben, etwa auf Grund von Erziehungszeiten, wodurch das spätere Gehalt oft negativ beeinflusst wird.

Bessere Schuldner trotz oder wegen weniger Krediten

Dennoch finden Experten es zweifelhaft, dass Banken sich bei ihren gewünschten Kreditnehmern doch eher auf Männer fokussieren, denn Frauen gelten gemeinhin als deutlich bessere Schuldner. Die Zahl der Kreditausfälle ist bei Männern signifikant höher als bei Frauen. Dazu kommt die Zahl der Überschuldeten, bei der Männer deutlich über Frauen liegen. Hierzulande sind 4,23 Millionen der Männer, aber nur 2,7 Millionen Frauen von einer Überschuldung betroffen. Unklar ist allerdings, ob diese Statistik wiederum auch eine Wechselwirkung davon ist, dass Frauen seltener einen Kredit bekommen. Kredite sind weiterhin eines der größten Risiken, wenn es um Schulden geht. Wenn Frauen also seltener Kredite bekommen, sind auch die Chancen in eine Überschuldung abzurutschen weniger groß. Dennoch zeigen Statistiken auch, dass Frauen grundsätzlich die besseren Schuldner sind, weswegen die Kreditrealität nicht wirklich nachvollziehbar ist.


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