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Gnadenfrist für Unternehmen noch einmal verlängert

Die Zahl der Insolvenzen wächst in Deutschland trotz der Krise aktuell nicht – das liegt allerdings an einem staatlichen Eingriff, der noch einmal verlängert wurde.

Weniger Insolvenz trotz der größten Krise der letzten Jahrzehnte? Das kann man sich eigentlich nicht vorstellen, allerdings gibt es eine gute Erklärung. Der Staat hat nämlich bereits früh in der Krise rund um das Coronavirus eingegriffen, um nicht nur Verbrauchern, sondern auch Unternehmen zu helfen. Wenngleich viele sicherlich mit einem starken Anstieg der Insolvenzen gerechnet haben, ist eben dieser dadurch ausgeblieben. Experten erwarten allerdings, dass es sich einzig und allein um eine Verzögerung handelt und die Menschen mittelfristig eben doch noch einmal verstärkt auf die Unterstützung von einem Produkt wie dem Online-Konto ohne Schufa und einer Schuldnerberatung setzen müssen.

Unternehmen müssen aktuell nicht Insolvenz anmelden

Hintergrund der aktuellen Situation ist, dass der Staat zu Beginn der Krise eine Aussetzung der geltenden Insolvenzregeln für Unternehmen beschlossen hat. Eine Firma muss demnach anders als sonst nicht innerhalb von drei Wochen eine Insolvenz anmelden, wenn entsprechende Insolvenzgründe eingetreten sind. Solche Insolvenzgründe sind unter anderem eine Zahlungsunfähigkeit oder eine Überschuldung des Unternehmens. Die Ausnahmeregelung dagegen macht es möglich, dass Firmen ihr Geschäft trotz gravierender finanzieller Probleme fortführen können und sich dafür nicht strafbar machen. Üblicherweise wäre dies ein klassischer Fall von einer Insolvenzverschleppung – eben jene wird allerdings aktuell staatlich befürwortet, um die krisengebeutelten Firmen durch die schwere Zeit zu bringen.

Regelung noch einmal bis Ende des Jahres verlängert

Diese besondere Hilfe für Firmen wird für den Moment auch bestehen bleiben, denn das Kabinett hat beschlossen, die Regelung noch einmal zu verlängern. Bis zum 31. Dezember 2020 bleibt es dabei, dass Firmen keine Insolvenz anmelden müssen, selbst wenn entsprechende Insolvenzgründe vorliegen. Zwar gehen einige Firmen dennoch diesen Weg, die meisten allerdings werden versuchen, sich über die nächsten Monate zu retten und dann zum Ende des Jahres hoffentlich besser dazustehen. Ob das allerdings realistisch ist, darf man infrage stellen, da viele Firmen für die nächsten Monate nicht unbedingt eine deutliche Verbesserung der eigenen Situation sehen. Eine Hoffnung könnte daher eine weitere Verlängerung der Aussetzung der Insolvenzpflicht sein.

Pleitewelle nach dem Ende der Regelung erwartet

Die Verlängerung der Ausnahmeregelung sorgt gleichzeitig auch für Kritik, denn auch wenn betroffenen Unternehmen geholfen wird, gehen Experten von einer reinen Verschleppung der Insolvenzwelle aus. Die meisten Firmen werden sich wohl auch mit einer längeren Ausnahmeregelung nicht retten lassen – die Insolvenz kommt dann einfach später. Anfang des kommenden Jahres sollte man sich darauf einstellen, dass es deutlich mehr Pleiten gibt – betroffen sind dann sicherlich nicht nur Firmen, sondern auch ihre Mitarbeiter und damit auch Privatpersonen. Damit dürfte auch die Zahl der Privatinsolvenzen wieder in die Höhe steigen – keine schönen Aussichten für das neue Jahr. 


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