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Grünen-Politikerin möchte die Schufa verändern

Könnte sich die Praxis der Schufa Bewertungen in Deutschland nachhaltig verändern? In der Politik gibt es besonders bei den Grünen entsprechende Initiativen.

Dass man auch in Berlin mit der aktuellen Praxis der Bonitätsauskunft nicht ganz zufrieden ist, ist alles andere als eine neue Information. Doch, dass es echte politische Initiativen zu einer Veränderung der Praxis gäbe, ist etwas Neues. Eine Grünen-Politikern hat das Thema jetzt wieder auf das Tableau gebracht und fordert, dass sich bei der Praxis der Bonitätsauskunft etwas ändert. Besonders kritisch sieht die Politikerin das Diskriminierungspotenzial sowie die Einschränkungen an der gesellschaftlichen Teilhabe auf Grund einer schlechten Bonität. Beide Themen spielen generell im Diskurs um die Schufa immer wieder eine wichtige Rolle, denn bei der Bonitätsauskunft geht es nicht nur um Finanzdaten oder die Zahlungshistorie, auch andere Faktoren können eine Rolle spielen.

Diskriminiert die Schufa bestimmte Verbraucher?

Wie genau die Schufa-Algorithmen funktionieren, ist niemandem außer dem Unternehmen selbst bekannt. Auch eine groß angelegte Klage hat daran nichts geändert, denn der Bundesgerichtshof hat der Praxis der Schufa recht gegeben – sie muss Details zu ihrer Bonitätsbestimmung nicht öffentlich machen, da es sich um ein Geschäftsgeheimnis handele. Doch Verbraucherschützer kritisieren dennoch, dass die Schufa nicht erklärt, welche Werte konkret für die Bonität eine Rolle spielen. Genau deshalb ist auch Diskriminierung rund um die Bonität nämlich immer wieder ein Thema, denn sowohl das Alter als auch der Wohnort können unter Umständen eine Rolle spielen. Das wiederum heißt, dass Menschen einzig und allein auf Grund ihres Wohnorts diskriminiert werden könnten, was wiederum nicht zulässig ist. Eine genaue Auswertung ist auf Grund der Geschäftsgeheimnisse der Schufa aber nicht möglich, weswegen gerade die Grünen Änderungen anstreben.

Wie nimmt die Schufa Einfluss auf die gesellschaftliche Teilhabe?

Ein relevanter Aspekt rund um die Schufa ist auch die gesellschaftliche Teilhabe. Verbraucher, die beispielsweise auf ein Online-Konto ohne Schufa oder eine Schuldnerberatung setzen, kennen die Problematik. Wer erst einmal mit Schulden zurechtkommen muss, kann sich gesellschaftlich nicht so entfalten wie andere. Dasselbe gilt immer dann, wenn man eine schlechte Bonität hat. Die Schufa kann damit nämlich dafür sorgen, dass man nicht mehr an einen Telefonvertrag kommt oder keine Kreditkarte beantragen kann. Teilweise ist es sogar schwierig, an ein Girokonto zu kommen. Entsprechend stark sind teilweise auch die Einschränkungen rund um die gesellschaftliche Teilhabe, denn wer das, was alle anderen haben, nicht haben kann, wird gewissermaßen ausgeschlossen. Es geht dabei sogar noch schlimmer, denn eine schlechte Bonität kann sogar dafür sorgen, dass man keinen Mietvertrag mehr erhält – spätestens dann ist eine gesellschaftliche Teilhabe in einem normalen Umfang kaum mehr möglich.

Gibt es politische Initiativen zur Veränderung der Schufa?

Dass sich bei der Bonitätsauskunft etwas ändern muss, ist zumindest im gesellschaftlichen Diskurs keine Neuigkeit. Doch in der Politik scheint das System Schufa bislang hingenommen zu werden, trotz der vielen kritischen Stimmen. Außer der Initiative der Grünen, die allerdings auch nicht auf hoher politischer Ebene vorangetrieben wird, ist es rund um die Schufa zuletzt still geblieben. Dass sich rund um die Schufa also wirklich etwas verändert, ist unwahrscheinlich – auch wenn das Thema zumindest wieder aufgegriffen wird.


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